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Höchster „grüner“ Wolkenkratzer der Welt

14.10.2011
Gebäudetechnik von Siemens hat dem Wolkenkratzer Taipei 101 in Taiwan zu einer der höchsten Auszeichnungen für den umweltfreundlichen Gebäudebetrieb verholfen, dem LEED-Platinum Zertifikat.

LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist eines der weltweit bedeutendsten Bewertungssysteme für den umweltfreundlichen Betrieb neuer und bestehender Gebäude. Platinum ist die höchste von vier Kategorien. Dazu muss ein Gebäude 30 Prozent energieeffizienter sein als der Durchschnitt.


Taipei 101 wurde für zwei Millionen US-Dollar über 20 Monate lang optimiert. Das Gebäude hat heute ein etwa zehn Prozent geringeres Strom-, Wasser- und Abfallaufkommen. Die Energiekosten pro Jahr sanken um 700.000 US-Dollar während der Kohlendioxid-Ausstoß um jährlich knapp 3000 Tonnen sank – das ist so viel, wie 240 Autos über ein Jahr emittieren. Siemens trug wesentlich zur Zertifizierung in den Kategorien Energie und Atmosphäre sowie Luftqualität im Gebäude bei. Der 508 Meter hohe Taipei 101 Tower ist nun das höchste „grüne Gebäude“ der Welt. Schon beim Bau im Jahr 2004 wurde der Wolkenkratzer auf Energieeffizienz ausgelegt und unter anderem mit dem Gebäudemanagementsystem Apogee und dem Sicherheitsmanagementlösung SiPass von Siemens sowie einem Beleuchtungssystem von Osram ausgerüstet.

Für die LEED-Zertifizierung wurde Apogee zu einem Energieüberwachungs- und Steuerungssystem ausgeweitet. Damit analysierte Siemens den Energieverbrauch detailliert. Ein Energie-Audit identifizierte die Einsparpotenziale. Besonders die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK) wurden optimiert, da auf sie mehr als 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs entfallen. In jeder Etage wurden Temperatur- und Feuchtefühler installiert, und die gesamte Anlage wurde neu kalibriert. Das Energiemanagementsystem schaltet außerdem nach Büroschluss Beleuchtung und Kühlung automatisch ab. Die Betriebszeiten der Kälteanlage wurden so geändert, dass sie überwiegend günstigen Nachtstrom nutzt. Dann produziert sie Eis, das tagsüber zur Kühlung beiträgt.

Gebäude verursachen rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs, so dass energieeffiziente Technologien ein erhebliches Sparpotenzial haben. Energieüberwachungs- und Leitsysteme zur Modellierung und Optimierung des Verbrauchs sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 rund 28 Milliarden Euro erwirtschaftete.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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