Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gebäudepass-Konzept aus Dresden

26.03.2001


Die Entscheidung, ein Haus zu bauen oder zu kaufen, bedeutet, sich mit zahlreichen weitreichenden Fragen auseinander zu setzen. Neben klassischen Fragen wie Grundrissgestaltung und Finanzierung stellen sich zunehmend auch Fragen der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit von Bauprodukten und Konstruktionen. Dabei sind die besonderen Qualitäten insbesondere ökologisch hochwertiger Gebäude für Bauherren, potenzielle Käufer oder Mieter häufig gar nicht ohne weiteres erkennbar.


Eine Möglichkeit, hier Transparenz und Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen, bietet der "Gebäudepass". Vergleichbar mit einem erweiterten Kfz-Brief können mit einem Gebäudepass die Eigenschaften und Qualitäten eines begutachteten Gebäudes übersichtlich dokumentiert und gegebenenfalls auch zertifiziert werden.


Vor diesem Hintergrund hat das Innenministerium Schleswig-Holstein aktuell durch das Dresdner Institut für ökologische Raumentwicklung ein Gutachten zu den Grundlagen für einen "Gebäudepass Schleswig-Holstein" erarbeiten lassen. Ziel ist die Entwicklung eines Instrumentariums zur Kennzeichnung guter Bauqualität und Förderung ökologischer Qualitäten im Bauwesen. Als wesentliche Bedingung für das Gelingen wird in Schleswig-Holstein die Beteiligung eines möglichst großen Kreises von Interessengruppen des Bauwesens an der Entwicklung gesehen. Schleswig-Holstein gehört damit zu den Gebäudepass-Vorreitern unter den öffentlichen Akteuren im bundesdeutschen Bauwesen.´


Kernelemente der "Basis-Konzeption Gebäudepass Schleswig-Holstein", die im Rahmen des Gutachtens durch die Dresdner Wissenschaftler entwickelt wurde, sind eine qualifizierende Beratung, Baubegleitung und Gebäudedokumentation sowie Zertifizierung in ausgewählten Teilbereichen und eine regelmäßige Fortschreibung des Gebäudepasses. Damit setzt der Gebäudepass Schleswig-Holstein nicht allein auf eine abschließende Beurteilung des fertigen Gebäudes sondern vielmehr auf eine teamorientierte Qualifizierung des jeweiligen Vorhabens von Anfang an. Hier sollen insbesondere auch die Erfahrungen aus der ebenfalls auf ökologische Qualifizierung ausgerichteten Wohnungsbauförderung des Landes genutzt werden.


Das Instrumentarium soll spätestens ab Anfang 2002 zunächst in einer Pilotphase in den Praxistest gehen, wobei insbesondere auch eine Adaption des Gebäudepasses für die spezifische Situation der Bestandssanierung erprobt werden soll. Hiervon versprechen sich die Dresdner Wissenschaftler wichtige Impulse auch für den Umgang mit dem Gebäudebestand über Schleswig-Holstein hinaus./



Ansprechpartner im IÖR: Andreas Blum 0351-4679-245

Jörg Rathmann |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit
18.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“
17.01.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise