Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauwerksdiagnose

23.02.2006
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, BAM, und Fraunhofer-Gesellschaft, FhG, gründen "Joint Laboratory"
Die Diagnose von Bauwerken erfordert neue Konzepte und Verfahren, um verlässliche Aussagen über deren Verkehrssicherheit, Standhaftigkeit und Dauerhaftigkeit treffen zu können. Hierzu müssen Kenntnisse erweitert und Methoden zur Zustandsermittlung von Bauwerken verbessert werden. Um diesen Weg zu ebnen, gründen die FhG und BAM gemeinsam eine Forschungsgruppe.

Die BAM betreibt mit ihrer Fachgruppe VIII.2 "Zerstörungsfreie Schadensdiagnose und Umweltmessverfahren" Forschung und Entwicklung, Prüfung, Analyse sowie Beratung und Information. Die zentrale Aufgabe ihrer Fachgruppe liegt in der Entwicklung und Optimierung von Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung im Bauwesen und Umweltbereich. Dabei werden sowohl bestehende Verfahren aus anderen Bereichen der Materialprüfung für die Anwendung auf Bauwerke und umwelttechnische Fragestellungen angepasst, als auch neue Verfahren entwickelt.

Die Fraunhofer-Gesellschaft führt in ihrem Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren, IZFP, Saarbrücken, anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf den Gebieten Charakterisierung von Werkstoffeigenschaften für ihren spezifischen Gebrauch, qualitätsgesteuerte Fertigung und Überwachung des betriebssicheren Verhaltens von Produkten und Anlagen durch. Ausgehend von physikalischen und messtechnischen Grundlagen werden für die Anwendungsbereiche Qualitätssicherung, Werkstoffcharakterisierung, Fehlerprüfung, Prozessintegration und Komponentenüberwachung geeignete Messverfahren entwickelt, die den zerstörungsfreien Nachweis von Qualitätsabweichungen ermöglichen.

Die Vertragspartner wollen auf der Basis eines 2005 geschlossenen Kooperationsvertrages auf den gemeinsam interessierenden Arbeitsgebieten ihrer beiden Einrichtungen enge wissenschaftliche und personelle Verbindungen schaffen. Sie versprechen sich davon positive Auswirkungen bei der wissenschaftlichen Weiterentwicklung, der wirtschaftswirksamen Umsetzung von Forschungsergebnissen und bei der gemeinsamen Nutzung der beiderseitigen Geräteausstattungen und Infrastruktur.

Aus diesem Grunde wurde Dr. Herbert Wiggenhauser, Leiter der Fachgruppe VIII.2 der BAM, in Personalunion mit der Leitung der Projektgruppe des IZFP der FhG mit Wirkung zum 1. Januar 2006 beauftragt.

Die Projektgruppe als "Joint Laboratory" wird als vordringlichste Aufgabe die Umsetzung von prototypischen Prüflösungen zu Prüfsystemen in marktreife Produkte betreiben und ist örtlich in der BAM untergebracht.

Die Institutionen wählen als Zeitpunkt der Veröffentlichung ihrer gemeinsamen Maßnahme den 23. Februar 2006, der verbunden ist mit der Eröffnung der Fachtagung "Bauwerksdiagnose" in Berlin, die im Rahmen der "bautec", der Internationalen Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik, veranstaltet wird.

Die Bauwerksüberwachung durch zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfPBau-Verfahren) gewinnt mit dem zunehmenden Alter unserer Infrastruktur an Bedeutung. Bei der Zustandsermittlung von Bauwerken tragen ZfPBau-Verfahren dazu bei, zuverlässige Ergebnisse in dokumentierbarer Form zu liefern, um Aussagen zur Verkehrssicherheit, Standsicherheit und Dauerhaftigkeit treffen zu können. Insbesondere unter dem Eindruck der in den letzten Wochen erlebten tragischen Unfallereignisse wird die Bedeutung dieser Aufgabe in unserer Gesellschaft offensichtlich.

Auskünfte: Dr. Herbert Wiggenhauser
Fachgruppe VIII.2 Zerstörungsfreie Schadensdiagnose und Umweltmessverfahren
Telefon: 030 8104-1440
E-Mail: herbert.wiggenhauser@bam.de

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de

Weitere Berichte zu: BAM Bauwerksdiagnose Prüfverfahren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Schaltbare Flüssigkeiten verbessern Energieeffizienz von Gebäuden
16.01.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Mit mikroskopischen Luftblasen dämmen
15.01.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie