Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirklichkeitsnahe Simulation mit ARTHUR

04.11.2003


Die Planung von Baustrukturen aller Art kostet Zeit und Geld. Entwürfe müssen immer wieder geändert und neu modelliert werden, bis alle Beteiligten zufrieden sind. ARTHUR ("Augmented Round Table for architecture and Urban Planning") soll diese Aufgabe vereinfachen und dürfte bald zu einer unverzichtbaren Hilfe für kleine und große Firmen werden.

... mehr zu:
»ARTHUR

Die Planung von Baustrukturen aller Art erfordert die Kooperation zahlreicher Experten unterschiedlicher Disziplinen. Das Entwurfsmodell muss für alle Beteiligten geeignet sein, von den Architekten über die Ingenieure bis zu den Entwicklern. Gegenwärtige Konstruktionspraxis ist der Entwurf von Modellen mit Hilfe von 3D-Bildern. Das Spektrum dieser Hilfsmittel reicht von einfachsten CAD-Systemen (Computer Aided Design-Systemen) bis zu Virtual-Reality-Kinos oder "CAVEs" (Cave Automatic Virtual Environments).

ARTHUR kann man sich als CAVE-Weiterentwicklung vorstellen. Ein CAVE ist ein Raum mit Projektionsbildschirmen an allen sechs Wänden. Der Architekt oder Entwickler kann diesen virtuellen Raum betreten und sich dort innerhalb des Entwurfsmodells bewegen. So erhält er einen Eindruck von der Lage und Größe der Strukturen und vom Zusammenwirken aller Einzelkomponenten des Ensembles. Dazu müssen die im CAVE Anwesenden allerdings Stereobrillen tragen, die die Stellung ihrer Augen erfassen. Mit dieser Information wird das entsprechende Bild dann an die jeweilige Position projiziert.


Mit ARTHUR wurde ein Schritt über die CAVEs hinaus gemacht. Hier kommt anstelle der virtuellen Realität (Virtual Reality) das Hilfsmittel der "Augmented Reality" zur Anwendung, bei der es sich um eine Kombination von Computerbildern und realen Objekten handelt. Jeder Benutzer trägt dabei ein HMD (Head Mounted Display) neuester Technologie. Über diese HMDs werden die virtuellen Objekte in den Arbeitsbereich selbst projiziert, so dass im Gegensatz zum CAVE-Konzept kein spezieller Raum benötigt wird und Konferenzen direkt am Schreibtisch des Designers abgehalten werden können.

Das entscheidende Merkmal des Systems ist jedoch, dass zur Darstellung dieser virtuellen Objekte reale Objekte verwendet werden können. Die HMDs und andere Geräte der Computer-Visualisierungstechnik wie z.B. fest positionierte Kameras ermöglichen das Verlagern und Nachführen realer Objekte, ohne dass sie an Kabel oder Sensoren angeschlossen werden müssen. Auf diese Weise kann ein Benutzer ein Gebäude, das beispielsweise durch einen Kugelschreiber symbolisiert wird, an eine andere Stelle verschieben und sich das Ergebnis sofort ansehen. Darüber hinaus haben die Benutzer untereinander während der Sitzung Blickkontakt - eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Teamarbeit.

Alle Komponenten sind leicht und tragbar, so dass das System jederzeit und überall eingesetzt werden kann. Jede Änderung wird sofort sichtbar, was den Zeit- und Kostenaufwand für das Erstellen und Modifizieren von Entwürfen spürbar reduziert. Das Ergebnis ist offensichtlich: ARTHUR kann allen Aspekten der Planung enorme Vorteile bringen.

Kontaktangaben

Dr. Wolfgang Broll
FIT - Fraunhofer Institute for Applied Information Technology
Schloss Birlinghoven
53754 Bonn
Tel: +49-2241-142715
Fax: +49-2241-142080
Email: wolfgang.broll@fit.fraunhofer.de

| ctm
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: ARTHUR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Modernes, ökologisches Familienhaus für Naturverbundene
03.08.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Die Stadt wird zur Bühne und Häuser zu Leinwänden
03.08.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie