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Ein Schadpilz zwingt Wissenschaft zum Handeln

23.11.2011
Das Eschentriebsterben ist ein mittlerweile in ganz Bayern verbreiteter Schadpilz in den Wäldern.

Er stellt die Zukunft der für den Waldumbau im Klimawandel wichtigen Baumart Esche in Frage. Dementsprechend groß ist die Verunsicherung in der Praxis, wie mit der Baumart Esche umgegangen werden soll.

Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nutzt moderne Informationswege, um Forstpraktiker und Waldbesitzer mit Handlungsempfehlungen auf Basis des derzeitigen Standes der Wissenschaft zu unterstützen.Ein Video-Podcast der LWF liefert in weniger als 4 Minuten die wichtigsten Informationen.

http://forstcast.waldradio.de/eschentriebsterben

Chalara fraxinea – so heißt die Nebenfruchtform des Falschen Weißen Stengelbecherchens. Dieser Pilz ist verantwortlich für das Eschentriebsterben. Von der Krankheit, die es seit 2008 auch in Bayern gibt, werden lediglich Eschen befallen. Bei den befallenen Bäumen treten zunächst nur unregelmäßige Farbveränderungen an den Blattspreiten auf. Anschließend welkt das ganze Blatt und bleibt am Trieb hängen. Später ist auch eine braune Verfärbung der Rinde an den Trieben erkennbar. Bei älteren befallenen Bäumen kommt es zu einer Verbuschung der Krone. So zahlreich wie die Symptome, so vielfältig sind auch die Auswirkungen dieser Krankheit. Vom langsameren Wachstum der Bäume, über Vitalitätsverlust, Wasserreiserbildung und eine Holzentwertung, bis hin zum Absterben einzelner Bäume oder ganzer Kulturen ist alles möglich. Eine direkte Bekämpfung des Eschentriebsterbens ist nicht möglich. Offenbar gibt es aber Individuen, die nicht befallen werden die Wissenschaftler vermute hier genetische Resistenzen als Ursache. Ergebnisse sind hier aber erst in längeren Untersuchungszeiträumen zu erwarten.

Trotzdem gibt es auf Basis der bisherigen Erkenntnisse über Infektionswege und Schadensverlauf praktikable Hinweise zum Umgang mit der Problematik. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nutzt als praxisorientierte Forschungseinrichtung herkömmliche und moderne Informationswege, um Forstpraktiker und Waldbesitzer mit Handlungsempfehlungen auf Basis des derzeitigen Standes der Wissenschaft zu unterstützen. Von einem generellen Entfernen aller befallenen Bäume wird zum Beispiel abgeraten, um natürliche Anpassungs- und Resistenzmechanismen zu nutzen und die Wälder nicht noch stärker zu verlichten, als es durch den Pilz ihnehin geschieht.

Ein neuer Video-Podcast der LWF liefert nun in weniger als 4 Minuten die wichtigsten Informationen zum Eschentriebsterben.

Er kann über http://www.lwf.bayern.de oder http://forstcast.waldradio.de/eschentriebsterben abgerufen werden.

Kurt Amereller | idw
Weitere Informationen:
http://www.eschentriebsterben.org/

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