Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Fenster für die Nutzpflanzenforschung

11.03.2009
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert vier Kompetenznetze in der Agrarforschung über fünf Jahre mit bis zu 40 Millionen Euro.

Als eines von vier Projekten geht das Kompetenznetz "CROPSENSe" unter Leitung der Universität Bonn und des Forschungszentrums Jülich als Sieger aus der Ausschreibung "Kompetenznetze Agrar- und Ernährungsforschung" des BMBF hervor.

Mit zahlreichen Partnern aus Hochschulen und Privatwirtschaft werden neue Analysemethoden für eine verbesserte Pflanzenzüchtung und -forschung in der Agrarwissenschaft entwickelt.

CROPSENSe wird mit innovativen Sensorsystemen bislang Unsichtbares für die Agrarforschung sichtbar machen. Schlüsselprozesse und Strukturen von Nutzpflanzen sollen zukünftig berührungsfrei und mit hoher Geschwindigkeit analysiert werden. Dies ermöglicht eine effizientere Pflanzenzüchtung und Automatisierung der Pflanzenproduktion. Die neuen Technologien werden wichtige Beiträge zu einer Ertragssteigerung bei gleichzeitiger Ressourcenschonung leisten.

Hierzu sollen neue Sensorsysteme entwickelt werden, mit denen Eigenschaften von Pflanzen und Pflanzenbeständen erfasst, angepasst und miteinander kombiniert werden können. Dadurch können Pflanzen- und Bodenbedingungen zeitnah, hochgenau und zerstörungsfrei erkannt werden, um beispielsweise bessere Pflanzensorten zu entwickeln, die an eine erhöhte Nachfrage nach pflanzlichen Produkten wie Nahrungs- und Futtermittel, Rohstoffe und Energie unter veränderten Produktionsbedingungen, wie Klimawandel und Ressourcenverfügbarkeit angepasst sind. Die neuen Analysemethoden sollen Wege aufzeigen, um Böden zu schonen und weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel einzusetzen, um eine ressourcenschonende Produktion von Nahrungs- und Futtermittel, Rohstoffen und Energie zu gewährleisten.

Partner aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft

Die Förderung durch das BMBF beläuft sich auf 9,7 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren. Vom Land NRW wird das Netzwerk zusätzlich mit einer Förderung über 4,7 Millionen Euro unterstützt. Dem Kompetenznetz gehören insgesamt 41 Partner aus Universitäten in ganz Deutschland sowie aus der außeruniversitären Forschung (Forschungszentrum Jülich, IPK Gatersleben, Julius Kühn-Institut) und Partner aus der Wirtschaft an.

Die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn hat ihr Alleinstellungsmerkmal, die Fachkompetenz der Agrarwissenschaft, Geodäsie und Geoinformation in einer Fakultät zu bündeln, wesentlich genutzt. Diese in Deutschland einzigartige Kombination unter weiterer Beteiligung der Bonner Botanik, Informatik und Mathematik sowie weiterer Partner hat die Gutachter von dem Netzwerk überzeugt. Die Bewilligung von CROPSENSe ist ein weiterer erfolgreicher Schritt zur Profilierung der Agrarforschung an der Universität Bonn.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Heiner Goldbach
Tel.: 0228/73-2850
E-Mail: h.goldbach@uni-bonn.de
Prof. Dr. Jens Léon
Telefon: 0228/73-2877
E-Mail: j.leon@uni-bonn.de
Prof. Ulrich Schurr
Tel.: 02461-613073
E-Mail: u.schurr@fz-juelich.de
Weitere Informationen:
http://www.cropsense.uni-bonn.de
http://www.inres.uni-bonn.de
http://www.fz-juelich.de/icg/icg-3/ICG_3_Phytosphaere/
http://www.bmbf.de/press/2486.php
http://www.ipk-gatersleben.de/Internet
http://www.jki.bund.de/

Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Das Potenzial nichtheimischer Baumarten für den forstlichen Anbau in Deutschland sachlich prüfen
14.06.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive