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Plattform für junge Agrarwissenschaftler

26.09.2006
Projekt YPARD wird durch Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit gefördert

Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und die Leibniz Universität Hannover haben einen Vertrag zur Förderung des Projektes YPARD unterzeichnet. Die Plattform für junge Wissenschaftler in landwirtschaftlicher Forschung und Entwicklung (Young Professionals` Platform for Agricultural Research for Development - YPARD) soll den Informationsaustausch fördern und Anwendern aktuelle Forschungsergebnisse leichter zugänglich machen. Weiteres ist im Internet unter http://www.ypard.org einsehbar.

"Agrarwissenschaftliche Forschung kann sich nicht nur im Labor abspielen", so YPARD-Koordinator Dr. Balasubramanian Ramani vom Institut für Botanik, "insbesondere junge Wissenschaftler haben hier das Potenzial, alle Beteiligten in der Prozesskette - vom Bauern über die Entscheider bis hin zu den Experten - an einen Tisch zu holen und ihre Interessen zu diskutieren."

Daher stieß bereits die erste Projektidee zu YPARD von Dr. Ramani im April 2005 auf großes internationales Interesse. Mittlerweile arbeitet eine Kerngruppe von sechs Personen aus fünf Ländern an dem Aufbau von YPARD, 1.000 Personen sind als Interessierte registriert. Gestützt wird das Projekt durch die GFAR (Global Forum on Agricultural Research), einer Organisation der Vereinten Nationen. Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit stellt nun eine erste Förderung für drei Jahre in Höhe von 195.000 Euro zur Verfügung. Die Leibniz Universität Hannover kofinanziert das Projekt.

"Es geht darum, die Forschung auch auf das Feld zu bekommen", so Prof. Bernhard Huchzermeyer, Direktor des Instituts für Botanik, "und die Leute mit Ideen mit den Leuten mit Erfahrung zusammenzubringen." Nur so seien wesentliche Fortschritte im Bereich der Agrarwissenschaften realisierbar. Daher sei insbesondere die Initiative der jungen Nachwuchswissenschaftler ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Leibniz Universität Hannover zeichnet sich im Bereich Landwirtschaft und Pflanzenbiotechnologie durch moderne Studienangebote und einen hohen Anteil internationaler Studierender aus. Sie unterhält weltweit Forschungs- und Ausbildungspartnerschaften, die sie YPARD zur Verfügung stellt. Mit der Hilfe neuer Partner sollen diese Kontakte zu Gunsten der Weitergabe von Know-how an die Anwender weiter ausgebaut werden.

In den kommenden Jahren sollen aktuelle Forschungsergebnisse in Sommerschulen an den Partner-Universitäten von YPARD vorgestellt werden. International anerkannte Spezialisten werden aus ihrer Arbeit berichten. Delegationen von Studierenden und Anwendern werden eingeladen, sich zu beteiligen. Hannoversche Studierende werden davon profitieren, dass sie führende Fachleute kennen lernen und dass sie neben der Grundlagenforschung auch über die Umsetzung der Resultate an aktuellen Beispielen diskutieren können. Durch diese Initiative bietet die Universität ihren Studierenden einen Einblick in die Arbeit internationaler Organisationen und praxisnahe, problemorientierte Forschung.

Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Dr. Balasubramanian Ramani vom Institut für Botanik unter Telefon +49 511.762-4045 oder per E-Mail unter

balasub@botanik.uni-hannover.de oder coordinationunit@googlemail.com gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de
http://www.ypard.org

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