Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BUND fordert Bundesländer zu mehr Tierschutz auf

04.10.2001


Anlässlich des morgigen Welttierschutztages fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen zur Achtung des Tierschutzes auf. Die Länderchefs Gabriel, Stolpe, Höppner, Ringstorff, Vogel und Biedenkopf sollten ihre Blockade der neuen Hennenhaltungs-Verordnung von Agrarministerin Künast aufgeben und dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes für eine artgerechte Tierhaltung folgen.

BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm: "In Deutschland vegetieren über 40 Millionen Legehennen eingezwängt in viel zu engen Drahtverschlägen. Das artgerechte Halten dieser Tiere verteuert das einzelne Ei nur geringfügig und die meisten Menschen würden das im Sinne des Tierschutzes auch akzeptieren. Die vier SPD- und zwei CDU-Ministerpräsidenten dürfen das Ende der Legehennen-Quälerei nicht länger hinauszögern."

Zum Welttierschutztag fordert der BUND artgerechte Tierhaltungsformen und die Beschleunigung der Agrarwende auch in anderen Bereichen. So müsse das Totalverbot des Einsatzes von Antibiotika zur Leistungsförderung schneller als geplant kommen. Die Besatzdichte von Tieren dürfe maximal 2 Großvieheinheiten pro Hektar Land betragen, Spaltenböden in der Schweinehaltung müssten verboten und Tiertransporte weiter verringert und verkürzt werden.

Timm: "Mehrere Bundesländer planen und genehmigen neue Agrarfabriken zur Massenproduktion von Hühnern, Puten, Schweinen und Rindern. Auf diese Weise werden Strukturen zementiert, die eine Agrarwende auf lange Zeit blockieren. Agrarministerin Künast´s Ziel von 20 Prozent Ökolandwirtschaft wird so hintertrieben. In Schweden und der Schweiz sind beispielsweise Legebatterien bereits verboten und Eier aus artgerechter Haltung haben inzwischen einen Marktanteil von 70 Prozent erreicht. Daran sollte sich die deutsche Politik orientieren."

Der BUND fordert erneut die Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz. Die Bundesregierung müsse ihren Verfassungsänderungs-Entwurf von 1999 wieder auf die Tagesordnung setzen. Der Absatz - "Tiere werden als Mitgeschöpfe geachtet. Sie werden vor nicht artgerechter Haltung, vermeidbaren Leiden und in ihren Lebensräumen geschützt" - ist aus Sicht des BUND weiterhin geeignet, Tierquälerei und die negativen Folgen der Massentierzucht einzuschränken.

Rüdiger Rosenthal | ots
Weitere Informationen:
http://www.bund.net

Weitere Berichte zu: Agrarwende Tierschutz Welttierschutztag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Software-App für optimale Düngergabe
09.11.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

nachricht Win-Win-Situation Arznei- und Gewürzpflanzen + Bestäuber-Insekten
06.11.2017 | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie