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Salmonellenrisiko verringern: neues Angebot für Landwirte, Tierärzte und Berater

15.12.2004


Das Risiko, an Salmonelleninfektionen zu erkranken ist hoch. Allein 2003 waren in Deutschland im Melderegister des Robert-Koch-Instituts 60.000 Fälle registriert. Ursache sind häufig mit Salmonellen belastetes Geflügel- und Schweinefleisch.



Um das Salmonellenrisiko in Tierbeständen zu verringern, gibt es ein neues Melde- und Beratungsinstrument. Dazu wurde die bundesweite Salmonellendatenbank www.qualiproof.de erweitert.



Die Universität Bonn und die Landwirtschaftskammer Weser-Ems entwickelten zusammen mit einer Software-Firma ein neues Informations- und Beratungsangebot, das als Bestandteil des organisierten Prüfzeichens "Qualität und Sicherheit" ein systematisches Salmonellen-Monitoring ermöglicht.

Die Kontrollergebnisse aus den Schweinmastbetrieben werden in einer zentralen Salmonellendatenbank gesammelt. Die geprüften Betriebe werden in Risikoklassen eingestuft. Bei Erreichen einer Warnstufe wird eine Beratung durch Experten empfohlen. Überschreitet ein Betrieb bestimmte Grenzwerte, muss der Betrieb mit professioneller Hilfe die Ursachen der Bakterienbelastung identifizieren und abstellen. Das System hilft gezielt bei der Schwachstellenanalyse. Die durchgeführten Maßnahmen werden an die Datenbank zurückgemeldet. Die Informationen sind geschützt und nur für die Landwirte sowie die von ihnen autorisierten Berater zugänglich.

Das Projekt ist Teil des deutsch-niederländischen Projektes "Grenzüberschreitende Integrierte Qualiätssicherungssysteme" (GIQS). Die aid-Fachzeitschrift B&B Agrar hat in Heft 4/2004 darüber informiert.

Renate Kessen | aid
Weitere Informationen:
http://www.giqs.org

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