Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Indikatoren für landwirtschaftliche Bewässerung

15.12.2004



Basierend auf Forschungen der OWZE hat die Universität von Cordoba dreizehn ökologische Indikatoren für die mit Bewässerung arbeitende Landwirtschaft aufgestellt, die Politiker unterstützen sollen.

... mehr zu:
»Auswirkung »Bewässerung »Indikator

Ökologische Indikatoren sind leistungsstarke Werkzeuge für die Ermittlung und Verwaltung von Ursache- und Wirkungsbeziehungen der Umwelt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OWZE) hat verschiedene Indikatoren für die Thematik Wasser festgelegt, die auf dem Pressure-State-Response-Ansatz (Belastung-Zustand-Reaktion) basieren. Menschliches Einwirken, wie z.B. durch Landwirtschaft oder die Anwendung von Düngemitteln, stellen für die Umwelt eine Belastung dar. Diese Belastung führt zur Veränderung des Zustands der Umwelt, z.B. zur Eutrophierung der Wasservorräte. Das dritte Glied in dieser Kette ist die Reaktion der Gesellschaft, die durch die Einführung politischer Maßnahmen versucht, die ökologische Belastung zu verringern bzw. Auswirkungen zu beheben.

Im Rahmen des WADI-Projektes hatte die Universität Cordoba die Gelegenheit, bestehende Indikatoren erneut zu bewerten und neue zu entwickeln. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass es keine Standardindikatoren geben kann, die den Einfluss landwirtschaftlicher Bewässerung auf die Wasserqualität anzeigen können.


Ferner wurden mögliche Auswirkungen der neuen europäischen Wasserpolitik, wie beispielsweise der kürzlich herausgegebenen Wasserrahmenrichtlinie (WRR) und der überarbeiteten gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) untersucht. Im Rahmen des WADI-Projektes wurden die Mittelmeerländer (Griechenland, Italien, Spanien und Portugal) sowie Großbritannien betrachtet, um die jeweiligen Eigenheiten jedes einzelnen Gebietes berücksichtigen zu können.

Es wurden dreizehn Indikatoren festgelegt, die in fünf Kategorien eingeteilt werden können: 1) wirtschaftliches Gleichgewicht, 2) soziale Auswirkung, 3) Landschaft und Biovielfalt, 4) Wasserverbrauch sowie 5) Nähr- und Schadstoffe. Für jede Kategorie gibt es noch weitere Indikatoren, die jedoch zweitrangig sind. Viele der Indikatoren zeigen, wie komplex die Zusammenhänge bei der landwirtschaftlichen Bewässerung sind.

Die Universität Cordoba hat für die Nutzung dieser neuen ökologischen Indikatoren detaillierte Richtlinien erstellt. Die Verbreitungsmaßnahmen im Rahmen des WADI-Projektes sollen den Einsatz der Indikatoren in Schulungen, für Modellierungen und politische Zwecke vorantreiben. Außerdem sollen weitere Forschungsprojekte stattfinden, die diese Thematik erneut aufgreifen.

Kontakt:

Dr. Julio Berbel
Universidad de Cordoba
Menendez Pidal, s/n
14080 Cordoba, Spanien
Tel: +34-95-7218457
Fax: +34-95-7218563
Email: berbel@uco.es

Dr. Julio Berbel | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uco.es/dptos/economia-agraria/

Weitere Berichte zu: Auswirkung Bewässerung Indikator

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Arten verschwinden, Pflanzenfraß bleibt
07.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

nachricht DFG-Projekt: Biodiversität, Interaktion und Stickstoffkreislauf in Grünlandböden
31.01.2017 | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie