Mit Virtueller Realität auf zu neuen Ufern – Fraunhofer IGD forscht auf dem Traditionsschiff in Rostock

Auf der Suche nach geeigneten Umgebungen zur Durchführung realitätsnaher Tests wandten sich die Wissenschaftler des Rostocker Fraunhofer Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) an das traditionsreiche Museumsschiff. Bei Museumsleiter Dr. Peter Danker-Carstensen rannten sie damit offene Türen ein: "Es ist uns wichtig zu zeigen, dass Museen nicht nur die Heimat verstaubter Exponate, sondern auch ein Hort aktiver Wissenschaft sind." Die Wissenschaftler des Fraunhofer IGD freuen sich, mit dem Traditionsschiff einen idealen Partner für ihre Experimente gefunden zu haben. Diplom-Informatiker Steffen Mader dazu: "Gerade im Maschinenraum eines Schiffes herrschen außergewöhnliche technische Bedingungen, die es so kaum woanders gibt. Wir können hier die Gültigkeit unserer Annahmen und Ergebnisse äußerst praxisnah überprüfen."

In der Schiffsumgebung werden technische Verfahren auf ihre Robustheit hin untersucht. Unter anderem werden Tests zur Nutzung von WLAN-Komponenten zur groben Lokalisierung von Rechnern im Schiffsinneren durchgeführt, was auf Grund der Stahlwände und der elektromagnetischen Störfelder im Maschinenraum eine besondere Herausforderung ist. Des Weiteren werden verschiedene optische Ortungsverfahren im Schiffsinneren durchgeführt und geprüft, die die besonderen Lichtverhältnisse unter Deck berücksichtigen.

Die Tests finden auch während der üblichen Öffnungszeiten des Museums statt. So können sich die Besucher von der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Museum und Wissenschaft selbst überzeugen.

Kontakt:
Steffen Mader
Fraunhofer IGD Rostock
Telefon: 0381 4024134
E-Mail: steffen.mader@igd-r.fraunhofer.de

Kurzprofil INI-GraphicsNet

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The imedia Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien). Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 rund 38 Millionen Euro.

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Bernad Lukacin idw

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