Fossile Kraftwerksprozesse realistisch vergleichen

Gas- und vor allem Kohlekraftwerke sollen effizienter und emissionsärmer werden, um im künftigen Energiemix bestehen zu können. Sie werden für die Stabilität des Stromnetzes gebraucht, um für einige Jahre die nach Tages- und Jahreszeiten schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen.

Das jetzt erschienene BINE-Projektinfo „Fossile Stromproduktion im Vergleich“ (05/2011) stellt Simulationsmodelle vor, die einen realitätsnahen und standardisierten Vergleich moderner, fossiler Kraftwerksprozesse möglich machen. Die Forschungsarbeiten fanden an der TU Hamburg Harburg statt.

Verschiedene technologische Entwicklungslinien konkurrieren innerhalb der fossilen Kraftwerksprozesse um die Bestwerte im Hinblick auf Energieeffizienz und Kohlendioxidemissionen (CO2). Kraftwerke auf Basis von Braun- und Steinkohle sowie Erdgas lassen sich mit einem der drei Verfahren zum Abtrennen und geologischen Lagern des CO2 (CCS-Technologien) kombinieren. Dann sinken die CO2-Emissionen eines fossilen Kraftwerks an die Atmosphäre drastisch.

Ebenso leisten höhere Temperaturen und mehr Druck ihre Beiträge zu steigender Effizienz der Kraftwerke wie neue Werkstoffe und optimierte Gasturbinen. Die in Hamburg entwickelten Simulationsmodelle legen für Dampfkraftwerke einen Standard von 1.100 MW zugrunde und definierten 72 Parameter. Für Gasturbinen waren 30 Parameterfestlegungen erforderlich.

Die Wirkungsgrade und Emissionsbilanzen der verschiedenen Kraftwerksprozesse realistisch vergleichen zu können, hilft bei der Entscheidung, welche Rolle Erdgas und Kohlen im künftigen Energiemix spielen werden. Das BINE-Projektinfo „Fossile Stromproduktion im Vergleich“ (05/2011) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 92379-0.

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