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Wie man Wände zum Leuchten bringt

06.06.2007
Felix Lowin, Architekturstudent an der Bauhaus-Universität in Weimar, gewinnt beim ARDEX Ideenwettbewerb "Bauchemie - eine Idee besser" mit seiner Idee eines Leuchtputzes den ersten Preis.

Die insgesamt zehn Preisträger des erstmalig stattfindenden Wettbewerbes des Wittener Familienunternehmens ARDEX, einem der weltweit führenden Anbieter hochwertiger bauchemischer Spezialbaustoffe, wurden im Mai im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Museum Kunstpalast in Düsseldorf von Dr. Jens Baganz, NRW-Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, geehrt. Die hochkarätige Jury des Wettbewerbs zeigte sich positiv überrascht von dem Ideenreichtum der zahlreichen Einsendungen und entschied sich bei der Vergabe des mit 6.500 Euro dotierten ersten Preises aufgrund des hohen Innovationspotentials für die Einreichung aus Weimar. Insgesamt wurde ein Preisgeld von 15.000 Euro verliehen.

Felix Lowin entwickelte mit Unterstützung von Prof. Andrea Dimmig-Osburg, Juniorprofessorin für Polymere Bindemittel und Baustoffe am F.A.Finger-Institut für Baustoffkunde an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar, die Idee eines leuchtenden Wandputzes, der Architekten und Raumplanern völlig neue Möglichkeiten der Raumgestaltung bietet. Gleich einer Tischlampe, so die Idee, soll der Nutzer die Lichtintensität der Wand ändern können. Aufgrund des einfachen Aufbaus des Leuchtputzes soll der Einsatz in allen Bereichen der Innenarchitektur möglich sein. Nach Beratung durch Prof. Dimmig-Osburg entschied sich Felix Lowin für die Verwendung eines Kohlenstoffgewebes im Putz, das die bisherigen Eigenschaften eines Wandputzes erhält, zugleich jedoch eine elektrische Leitung gewährleistet. Die in den Putz eingebrachten Leuchtpigmente erleuchten dann unter Zufuhr von elektrischem Strom die Wand flächig. Ein transparenter Oberflächenputz vervollständigt den Aufbau und gewährleistet den sicherheitstechnischen Aspekt der Isolation. "Je nach Zusammensetzung des Putzes hinsichtlich der Leuchtpigmente könnte der Benutzer durch Regulierung der Spannung oder der Temperatur eine unterschiedliche Farbwirkung oder Helligkeit erzielen.", so Felix Lowin.

Der ARDEX Ideenwettbewerb "Bauchemie - Eine Idee besser" richtet sich vor allem an Interessierte aus Handwerk, Forschung, Handel und Bauplanung und beflügelt als "open innovation" Wettbewerb auch den Erfindergeist an Hochschulen. Die Einsendungen kamen aus allen Bereichen des Bauens. Insgesamt lagen der Jury 120 innovative Ideen zur Entscheidung vor. Die fachkundigen Gutachter setzen sich aus Sonja Leidemann, Bürgermeisterin des ARDEX-Standorts Witten und Experten aus allen Bereichen der Bauwirtschaft zusammen: Max Schierer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel; Amandus Sattler, Architekt und geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros Allmann Sattler Wappner, München; Peter Burmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen; Prof. Dr. Johann Plank, Inhaber des Lehrstuhls für Bauchemie an der TU München, sowie Werner Denniger, ARDEX GmbH.

Das konzernfreie Wittener Familienunternehmen ARDEX mit 1.750 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 490 Mio. Euro im Jahr 2006 zählt zu den Weltmarktführern im Bereich hochwertiger bauchemischer Spezialbaustoffe. Zu seinen besonderen Stärken gehört die Innovationskraft. Weltweit arbeiten vier Forschungszentren kontinuierlich an neuen Produkten. Auf diese Weise konnte ARDEX seit Jahren Maßstäbe setzen, welche die Entwicklung der gesamten Bauchemie beeinflusst haben.

Die Juniorprofessur Polymere Bindemittel und Baustoffe beschäftigt sich unter Leitung von Prof. Andrea Dimmig-Osburg mit der sachgerechten Anwendung von polymeren Bindemitteln und deren Zusammenwirken mit anderen Baustoffen. Fachwissen auf diesem Gebiet wird vor allem bei Neubauten und im zunehmenden Bereich der Sanierung und Instandsetzung von Betonbauteilen und Betonbauwerken benötigt. Die Professur wurde 2003 an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar gegründet und ist in Lehre und Forschung Bestandteil des F.A.Finger-Instituts für Baustoffkunde. Ausführliche Informationen zur Professur finden Sie unter http://gonzo.uni-weimar.de/~fib/juniorprof/pbb

Kontakt
Felix Lowin
Lowin@uni-weimar.de
Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit gern an Claudia Goldammer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät Bauingenieurwesen, Telefon 0 36 43/58 11 93 oder per E-Mail unter claudia.goldammer@bauing.uni-weimar.de wenden.

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://ewww.uni-weimar.de
http://gonzo.uni-weimar.de/~fib/juniorprof/pbb

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