Systemintegration im Maschinenbau

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Die Systemintegration ist die Schnittstelle zwischen Unternehmen, die Soft- oder Hardware herstellen, und deren Kundschaft im B2B- sowie B2C-Bereich. Firmen mit einem Tätigkeitsfeld in der Systemintegration stellen in der Regel selbst keine Soft- oder Hardware her, sondern kaufen diese im Handel oder direkt bei herstellenden Unternehmen ein. Ggf. werden die Produkte für die Integration noch bei der Kundschaft vor Ort an die individuellen Wünsche und Bedürfnisse angepasst. Der Schwerpunkt in der Systemintegration verschiebt sich immer mehr in Richtung IT: Moderne Systeme sind intelligent, in sich und mit den vorhandenen IT-Systemen des Unternehmens vernetzt sowie echtzeitfähig.

Maschinenbau: Systemintegration als Vermittlung zwischen herstellenden Unternehmen und Kundschaft

Klassische Maschinenbauunternehmen entwickeln und bauen Maschinen nach ETO-Prinzip. Der allgemeine Trend bewegt sich jedoch in Richtung CTO, sowohl aus Gründen der vereinfachten Lagerhaltung und niedrigeren Produktionskosten, allerdings auch auf Grund von Vorteilen in der Akquise neuer Kundschaft und in der Produktionsgeschwindigkeit. Trotz Modularisierung und dem Fokus auf wiederverwendbare Bauteile bzw. Baugruppen bleiben große Maschinen und Anlagen stets komplexe Systeme, die in unzähligen Bereichen an individuelle Wünsche der Klientel anzupassen sind – spätestens bei der Einbindung in einen bestehenden Fertigungsprozess. Neben dem Innenleben wird auch das individuelle Gehäuse einer Anlage zum Thema für spezialisierte Unternehmen.

Während jenes Unternehmen, das eine Anlage oder eine Maschine herstellt, den Fokus auf die Entwicklung legt, setzt ihn die potentielle Kundschaft einer solchen Maschine auf den eigenen Produktionsprozess: Es geht hier insbesondere um die Performance der Maschine in dem bestehenden System. Wie einfach lässt sie sich hard- und softwaretechnisch anbinden? Wie sieht es mit Schulungen aus? Ist das System in Zukunft einfach skalierbar? Ist die Maschine einfach zu warten? Solche und ähnliche Fragen sind stets individuell in Abhängigkeit der Klientel zu beantworten. Die Systemintegration übernimmt die hierfür notwendige Mittlerrolle zwischen jenen Unternehmen, die die Maschinen und Anlagen herstellen und jenen Menschen, die sie nutzen: Sie „integriert“ neue in vorhandene Systeme und kennt sich sowohl mit unterschiedlichen Maschinen und Anlagen einer oder mehrerer Branchen aus, als auch mit den Anforderungen der Kundschaft.

Systemintegration als Teil des Vertriebsnetzes

Viele Systemintegrationsunternehmen legen intern einen großen Fokus auf Marketing- und Vertriebsleistungen – schließlich ist es das, was die Klientel verlangt: Es gilt, der Kundschaft diese neuen Systeme vorzustellen, zu erklären, vor Ort zu installieren und sie zu supporten. In der Regel greifen Systemintegrationsunternehmen hinsichtlich ihrer Produktpalette auf den Handel zurück, seltener auch direkt auf jene Unternehmen, die die Produkte herstellen. Das Geschäftsmodell profitiert zum einen vom Handel mit Systemlösungen von Drittherstellenden sowie deren Integration, zum anderen auch von vorhergehenden Beratungsdienstleistungen. Daraus ergibt sich für viele herstellende Firmen ein Spannungsfeld, da viele Kundschaften bei der Beratung hinsichtlich eines Integrationsproblems von ihren Beratenden in der Regel Herstellerunabhängigkeit erwarten. Auf der anderen Seite haben Systemintegrationsunternehmen oft eine feste Produktpalette inkl. zugehörigem Knowhow, nicht selten sind sogar Exklusiv-Verträge mit Unternehmen, die Hard- oder Software herstellen, gegeben.

Moderne Systemintegration legt Fokus auf die IT

Im Zuge neuer Technologien und Entwicklungen rund um das Schlagwort „Digitalisierung“ stehen Systemintegrationsunternehmen vor neuen Soft- und Hardwarelösungen sowie entsprechenden Erwartungen der Klientel. Ein großer Teil der Systemintegration entfällt in diesem Sinne immer mehr auf die IT: Moderne Produktionssysteme generieren z.B. Unmengen von Daten, die im Idealfall in Echtzeit analysier- und interpretierbar sind. So entstehen Vorteile wie Predictive Maintenance oder eine Echtzeitabbildung des Produktionsprozesses inklusive zugehöriger KPIs und eine daraus resultierende schnelle Reaktionsfähigkeit auf den verschiedenen Entscheidungsebenen.

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