Museumswelten der Zukunft

Was erwarten die Besucher in zehn Jahren von einem Museumsbesuch? Und wie können Architekten, Lichtplaner und Ausstellungsgestalter ihren Ansprüchen mit Hilfe von Glas- und Beleuchtungslösungen gerecht werden? Ihre Visionen zu diesen Fragen stellten jüngst 15 europäische Architekten, Ausstellungsgestalter und Lichtplaner im AIT ArchitekturSalon München vor.

Die Museumskonzepte waren Ergebnisse eines Workshops zum Thema „Erlebniswelten Museum 2020“ im Anschluss an einen Besuch der Weltausstellung in Shanghai. Der Technologiekonzern SCHOTT hatte im Juni mit der organisatorischen Unterstützung des AIT Verlages zu dem Ideenaustausch nach China eingeladen.

„Als Konzeptanbieter für Museen möchten wir Architekten, Licht- und Ausstellungsgestalter ganzheitlich unterstützen – von der Beratung bis zur Installation“, erklärte Patrick Coppée, Director Architectural Solutions im SCHOTT Konzern, in München. Der Workshop bildete den Auftakt für eine Reihe von Aktivitäten, mit denen der Technologiekonzern verstärkt auf Museumsgestalter zugehen möchte: „Unsere Konzeptlösungen gehen einher mit Gebäude-, Innen- und Ausstellungsarchitektur. Sie umfassen Vitrinen- und Multimedialösungen ebenso wie Restaurierungsglas oder energetische Sanierungsmaßnahmen.“ Wichtig ist Coppée dabei, dass die Installationen stets die Bühne der Artefakte bilden und für den Betrachter leise und effektvoll im Hintergrund stehen. Ihre Thesen, wie diese „Bühne“ in zehn Jahren aussehen könnte, präsentierten die Workshop-Teilnehmer rund 200 Besuchern bei der Vernissage im AIT-ArchitekturSalon München Ende November.

Alle Museumskonzepte zeichnen sich durch Dynamik statt Statik aus. So beschäftigte sich eine Gruppe damit, wie Museen in Zukunft neue Kommunikationstechnologien nutzen können, um jedem Besucher ein individuelles Programm zu bieten. Das „empathische Museum“, das diese Arbeitsgruppe skizzierte, geht auf die individuellen Kenntnisse und Interessen seiner Besucher ein und arrangiert sich immer wieder neu. Auch die Vision „Komplementäre Konditionen“ einer anderen Arbeitsgruppe ist durch Dynamik geprägt: Der Raum wird selbst zum Exponat, der Betrachter wird Teil der Ausstellung, die Ausstellung zur Performance. Gleich acht neue Spezialglasanwendungen „erfand“ die dritte Arbeitsgruppe zur Ausstattung ihres imaginären „Alles-und-Nichts-Museums“. Dazu gehörte zum Beispiel „Heliran“, ein Glas, das bei Berührung eingespeichertes Tageslicht in beliebigen Bereichen wiedergibt. Das vierte Konzept schließlich, „Das fliegende Depot“, zeichnet sich dadurch aus, dass darin Objekte ausgestellt werden, die auf den ersten Blick keinen Zusammenhang ergeben und dennoch miteinander verknüpft sind. Die Hülle des Museums besteht aus multifunktionalem Glas, dessen Fähigkeiten über die reine Schutzfunktion hinausgehen. Durch dieses kommunizieren die Objekte selbst nach außen und ziehen Neugierige an. Alle vier Visionen fassten die Architekten, Licht- und Ausstellungsgestalter in einem 140-seitigen Buch mit dem Titel „Erlebniswelten Museum 2020“ zusammen, das über SCHOTT zu beziehen ist. Der Technologiekonzern plant als nächsten Schritt im Frühjahr eine weitere Ausstellung im Antiken Schiffahrtsmuseum in Mainz.

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern, der seine Kernaufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sieht. Dafür werden seit mehr als 125 Jahren Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt. Unsere Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern ist mit Produktions- und Vertriebsstätten in allen wichtigen Märkten kundennah vertreten. Rund 17.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Weltumsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Die technologische und wirtschaftliche Kompetenz des Unternehmens ist verbunden mit der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung. Die SCHOTT AG ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.

Das Buch „Erlebniswelten Museum 2020“ ist unter folgender Adresse erhältlich:
Oliver Hart
Architecture + Design
SCHOTT AG
Hattenbergstr. 10, 55122 Mainz, Germany
phone: +49 (0)6131/66-4073
fax: +49 (0)3641/28889180
oliver.hart@schott.com
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