Kardemir reinigt Sinterabgase mit Meros-Technik von Siemens

Meros-Anlage zur Sinterabgasreinigung von Siemens<br>

Der türkische Stahlerzeuger Karabük Demir Celik Sanayi ve Ticaret A.S. (Kardemir) hat bei Siemens Metals Technologies Schlüsselkomponenten für die Abgasreinigung an der neuen Sinteranlage Nr. 3 bestellt.

Der Auftrag umfasst das Engineering für das gesamte Abgasreinigungssystem sowie die Lieferung der ersten und der abschließenden, auf Meros-Technik basierenden Reinigungsstufe. Ziele des Projektes sind es, Staub- und Schwefelemissionen drastisch zu reduzieren. Pro Stunde können rund 400.000 Normkubikmeter Abgase gereinigt werden. Die Abgasreinigung soll Ende 2014 in Betrieb gehen.

Kardemir führt zurzeit an seinem Produktionsstandard Karabük ein umfassendes Ausbauprogramm durch, in dessen Rahmen auch die neue Sinteranlage Nr. 3 errichtet wird. Im Jahr 2012 hatte der türkische Langproduktehersteller Siemens bereits mit der Lieferung einer Merim-Trockenentstaubungsanlage für einen neuen Hochofen betraut, welche in Kürze in Betrieb gehen wird. Um auch die Emissionen der neu zu errichtenden Sinteranlage Nr. 3 deutlich unter die staatlich vorgeschriebenen Grenzwerte zu senken, hat sich Kardemir für das Abgasreinigungskonzept von Siemens entschieden.

Siemens übernimmt das Basisengineering der Gesamtanlage sowie das Detailengineering und die Lieferung von Schlüsselkomponenten für die erste und die abschließende Reinigungsstufe. In der ersten Stufe kommt ein Fliehkraftabscheider zum Einsatz, der Grobstaub aus dem Abgasstrom entfernt. Der abgeschiedene Grobstaub wird zu vollständig in der Sinterproduktion wiederverwertet, um die Eisenverluste so gering wie möglich zu halten.

Die zweite und abschließende Reinigungsstufe arbeitet mit dem von Siemens entwickelten Meros-Verfahren. Dabei werden Adsorptions- und Entschwefelungsmittel in den Abgasstrom eingedüst und fein verteilt. Bei Kardemir kommt Löschkalk als Additiv zum Einsatz. Damit lässt sich der Schwefeldioxidgehalt des Abgases um mehr als 85 Prozent senken. Die Anlage ist so konzipiert, dass die mit dem Meros-Verfahren ebenfalls möglichen Einrichtungen zur Entfernung von Stickoxiden oder Dioxinen und flüchtigen organischen Verbindungen jederzeit im laufenden Betrieb nachgerüstet werden können.

Weitere Informationen über Lösungen für Thema Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter www.siemens.com/metals

Meros ist ein eingetragenes Warenzeichen der Siemens AG und/oder einer ihrer Tochtergesellschaften in einigen Ländern.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter innovativer und umweltfreundlicher Produkte und Lösungen für Industrieunternehmen. Mit durchgängiger Automatisierungstechnik und Industriesoftware, fundierter Branchenexpertise und technologiebasiertem Service steigert der Sektor die Produktivität, Effizienz und die Flexibilität seiner Kunden. Der Sektor Industry hat weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte und umfasst die Divisionen Industry Automation, Drive Technologies und Customer Services sowie die Business Unit Metals Technologies. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industry

Die Business Unit Metals Technologies (Linz, Österreich) im Siemens-Sektor Industry ist ein weltweit führender Lifecycle-Partner für die metallurgische Industrie. Die Business Unit bietet ein umfassendes Technologie-, Modernisierung-, Produkt- und Serviceportfolio und integrierte Automatisierungs- und Umweltlösungen für den gesamten Lebenszyklus von Anlagen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/metals

Reference Number: IMT201401558d

Ansprechpartner
Herr Dr. Rainer Schulze
Metals Technologies
Siemens AG
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4031 Linz
Österreich
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rainer.schulze​@siemens.com

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