Innovative Brandschutz- und Brandbekämpfungsmethoden

Die Geschichte der Menschheit beginn mit der Nutzung des Feuers und selbst die modernsten Technologien sind ohne Feuer nicht vorstellbar. Wenn auch offene Flammen seltener werden, hat die weit verbreitete Nutzung von Elektronik die Gefahren für Brände nicht gerade verringert. Deshalb ist auch für Unternehmen, die wenig verfügbare Ressourcen haben ein externer Brandschutzbeauftragter wichtig. Auf diese Art kann eine innovative Lösung für die Brandsicherheit gefunden werden, die neue Technologien effizient einbindet und den besten Brandschutz mit geringstmöglichem Ressourceneinsatz ermöglicht.

Brände verhindern und schnell erkennen

Damit ein Feuer erfolgreich gelöscht werden kann, muss es möglichst schnell entdeckt werden.

Zwei neue Technologien, die in den letzten Jahren immer mehr Interesse erwecken, sind Drohnen und künstliche Intelligenz. Drohnen können bei der Überwachung eines Geländes und der Entdeckung entstehender Brände hilfreich sein. Künstliche Intelligenz und im weiteren Sinne die Informationstechnologie helfen Brandgefahren frühzeitig zu erkennen. Durch die automatisierte Auswertung von Brandfällen können in wenigen Sekunden Muster entdeckt werden, die sonst nur durch viele Jahre Erfahrung erkannt werden.

Die Brandklasse bestimmt den Löschansatz

Bevor man sich für eine der vielen neuen Löschmethoden entscheidet, muss bedacht werden, welche Arten von Bränden zu erwarten sind. Die Brandkunde unterscheidet hier zwischen 5 unterschiedlichen Brandklassen:

Brandklasse A: Brände von organischen Feststoffen. Das sind zum Beispiel Holz, Papier, Kohle oder auch Stroh. Auch Textilbrände jeder Art und Plastikbrände gehören zu dieser Brandklasse. Diese Brände können mit Wasser aber auch mit Löschschaum gelöscht werden.

Brandklasse B: Brände die sich aus flüssigen Materialien entfachen. Das sind vor allem Treibstoffe wie Benzin oder Kerosin. Auch Öle zum Schmieren fallen in diese Brandklasse. Hinzu kommen Stoffe, die sich unter Hitze verflüssigen, wie zum Beispiel Wachse und leicht flüssig werdendes Plastik, sogenannte Thermoplaste. Da diese Flüssigkeiten sich nicht mit Wasser vermischen können sie nur schwer mit Wasser gelöscht werden. Deshalb wird meist mit Brandschaum, Löschpulver oder auch mit Kohlendioxideinsatz gelöscht.

Brandklasse C: Gasbrände bilden die Klasse C. Für Brände dieser Art ist es am wichtigsten die Gaszufuhr zu unterbinden. Außerdem kann auch Löschpulver verwendet werden. Mit speziellen Düsen eignet sich auch Kohlendioxid als Löschmittel.

Brandklasse D: Die Brandklasse D wird von Metallbränden gebildet. Diese Brände benötigen besonders innovative Löschmethoden. Spezielles Metallbrandpulver und trockener Sand oder Zement werden aktuell für diese Art von Bränden benutzt.

Brandklasse F: Die Brandklasse F kann auch als Unterklasse der Brandklasse B betrachtet werden. Es handelt sich hier um Küchenbrände. Speiseöle und Fette sind hier der Brennstoff. Zum Löschen dieser Brände wird spezieller Fettlöschschaum verwendet. Auf keinen Fall darf bei diesen Bränden Wasser zum Löschen verwendet werden.

Sicheres Löschen mit Fernsteuerung

Feuer zu löschen ist eine gefährliche Arbeit. Wenn das Feuer zur Gefahr für die Feuerwehrleute wird oder an schwer zu erreichenden Stellen brennt, dann helfen Drohnen. Diese können ohne Sicherheitsbedenken eingesetzt werden und gelangen auch an Orte, die für einen Feuerwehrmann kaum zu erreichen sind. Zum Beispiel können Drohnen in Tunneln oder in vom Einsturz bedrohten Gebäuden eingesetzt werden.

Bomben löschen in Sekunden

Besonders schnell kann ein Feuer mit Löschballons gelöscht werden. Die Ballons sind mit Löschmittel gefüllt, welches er bei Kontakt mit Feuer freigibt. Solch ein Ballon ist deutlich gefahrloser und einfacher zu verwenden als ein Feuerlöscher. Ballons können auch als Wasser- oder Löschbomben eingesetzt werden. Eine besonders große Zahl können von schweren Bombern in großer Zahl und dank GPS mit hoher Genauigkeit abgeworfen werden. Ein Transportflugzeug des Militärs vom Typ C17 kann bis zu 65 Tonnen Wasser auf einmal abwerfen. Für so eine Menge an Wasser müsste ein Feuerwehrhubschrauber 100 Einsätze fliegen und ein Löschflugzeug 10 Mal. Eine Kombination von Wasserbombe und Sprengstoff verbessert die Wirkung noch, da sie das Wasser fein verteilt und gleichzeitig die Flamme erstickt.

Löschen mit Schall

Ein alternativer Ansatz in der Brandbekämpfung ist das Löschen mit Schall. Kleine Feuer lassen sich sogar mit Lautsprechern löschen. Der Effekt ähnelt hier dem was passiert, wenn eine Flamme durch Wind gelöscht wird. Schall wird bei im Lautsprecher durch eine bewegliche Membran erzeugt, die ähnlich wie ein Wedeln mit der Hand eine Transversalwelle in der Luft erzeugt. Besonders effektiv löscht Schall aber bei einer Explosion. Das wird besonders bei Feuern in Öl- und Gasbohrtürmen ausgenutzt. Durch die Druckwelle der Explosion wird das Feuer vom Brennstoff getrennt. Außerdem verbraucht die Explosion den Großteil des Sauerstoffs in der Umgebung und das Feuer wird erstickt.

Feuer ist immer aktuell

Da jeder Prozess in der Natur Wärme produziert, können auch immer Feuer entstehen. So wird auch in ferner Zukunft noch immer nach neuen Technologien zum Feuer löschen geforscht werden. Folglich lohnt es sich die neuesten Entwicklungen in der Brandbekämpfung zu verfolgen. Zum Beispiel durch die Beratung durch einen Brandschutzexperten.

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