Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

Corporate Health Challenge startet am 27. März 2017 Bildrechte: www.corporate-health-challenge.de

innovations-report: Herr Holzer, die erste bundesweite Challenge 2016 war ein großer Erfolg, was hat Sie am meisten gefreut bzw. überrascht?

H. Holzer: Über einen niedrigschwelligen Einstieg kann man ziemlich schnell eine Menge Leute motivieren, sich mit Gesundheitsprogrammen zu beschäftigen, ohne dass diese dabei zu sehr im Vordergrund stehen. Ein spielerischer Wettbewerb unter Kollegen macht einfach Spaß und erzeugt neben dem WIR-Gefühl einen gewissen Sogeffekt. Was mich am meisten gefreut hat? Dass es mit dem Rehateam der Ruppiner Kliniken einen Gewinner gab, dessen Mitarbeiter jeden Tag für die Gesundheit anderer im Einsatz sind. Schön, wenn ein solcher Arbeitgeber sich auch ganz bewusst um das Wohlergehen der eigenen Mitarbeiter kümmert.

innovations-report: Sie unterstützen auch diesmal einen guten Zweck?

H. Holzer: Ja, das Preisgeld der diesjährigen Challenge geht an die Stiftung KinderHerz. Dabei wird ein ganz besonderes Projekt der Stiftung unterstützt. In einem Förderprojekt für das Universitätsklinikum Münster werden Aktivitätstracker als Monitoring-Instrument im Alltag von Kindern mit angeborenen Herzfehler oder mit Lungenhochdruck eingesetzt, um so Veränderungen der Belastbarkeit frühzeitig zu erkennen und so die Behandlung entsprechend anzupassen. Das möchten wir gerne vorantreiben, insofern freue ich mich sehr auf den Start im März.

innovations-report: Immer mehr Unternehmen setzen im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements auf den Einsatz von Wearables, um die Belegschaft zu einem aktiveren Lebensstil und mehr Gesundheitsbewusstsein zu motivieren. Wird dieser Trend anhalten?

H. Holzer: Ohne klares Ziel, nur als Spielerei ohne Mehrwert werden sich Wearables im BGM nicht halten können. Aber im Sinne einer nachhaltigen Gesundheits-Strategie und für gezielte individuelle Motivation sind Wearables ein wertvolles Hilfsmittel. Eine gesunde Unternehmenskultur entsteht nicht durch puren Zufall. Deshalb erarbeiten wir schon vor Projektstart mit unseren Kunden einen „Masterplan“ wie sich digitale Tools in das Betriebliche Gesundheitsmanagement sinnvoll integrieren lassen. Bei unserem Portal moove werden Trackingtools und Wearables eingesetzt und die gemessenen Aktivitätsdaten automatisch an das persönliche Profil eines Mitarbeiters übertragen. Durch die Verbindung mit individuellen Gesundheitsprogrammen und Elementen aus dem Bereich Gamification werden Mitarbeiter so ganz spielerisch dazu motiviert sich mehr zu bewegen.

innovations-report: Wie nutzen Sie persönlich Werables und Fitnesstracker?

H. Holzer: Da ich in vielen Entwicklungsprozessen für die Gesundheitsprogramme von moove involviert bin, interessiert mich der Überblick über die wichtigsten Anwendungen im Markt und ich teste hier fleißig mit. Persönlicher Favorit sind derzeit die Tracker von Sony für das Lauftraining.

innovations-report: BGM 4.0, Arbeiten 4.0 – wann kommt die nächste Welle?

H. Holzer: Egal ob wir es 4.0 oder 5.0 nennen, wir sind mittendrin in der Verzahnung von Technologien mit alltäglichen Abläufen und Datenströmen. Wichtig bei all der Diskussion um IT, KI oder Big Data ist jedoch, dass wir den Überblick und die Hoheit über unsere Daten behalten und Prozesse pragmatisch aufgesetzt werden.

innovations-report: Was sind die nächsten Pläne bei der vitaliberty für moove?

H. Holzer: Wir werden uns neben den moove Challenges, weiterhin auf den Bereich der Gesundheitsanalysen im Unternehmen, z.B. die Psychische Gefährdungsbeurteilung, konzentrieren und auch unsere Angebote im Bereich der BGM-Beratung weiter ausbauen. Beim Thema Wearables haben wir immer die aktuellen Marktentwicklungen im Blick und integrieren je nach Bedarf relevante Tools wichtiger Anbieter in das System. Wir haben aber auch ehrgeizige Pläne bezüglich weiterer Gesundheitsprogramme, beispielsweise im Themenbereich Stressmanagement.

Mehr Infos:

www.vitaliberty.de

www.corporate-moove.de

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