Der klassische Zollstock hat ausgedient

Quelle: pixabay / jackmac34

Um Aufmaße zu ermitteln, war der klassische Zollstock viele Jahre das Arbeitsmittel Nummer 1 eines jeden Handwerkers. Heutzutage hat der digitale Zollstock die klassische Variante abgelöst: Auf Baustellen ist die Laser-Distanzmessung beim Aufmessen nicht mehr wegzudenken, auch Softwarelösungen und Apps erleichtern die Arbeit immens. Welche Herausforderungen beim Aufmaß zu meistern sind und wie digitale Maßerfassung die Arbeit erleichtert, zeigt Ihnen dieser Artikel auf.

Aufmaß per Zollstock: zeitaufwändig & ungenau

Klassisch per Zollstock Aufmaß zu nehmen, will gelernt sein. Trotzdem lassen sich Fehler nicht vermeiden. Hantiert man auf einer Leiter stehend mit dem unhandlichen Zollstock und mit Zettel und Stift, kostet das auch noch Zeit. Wird basierend auf einem fehlerhaften Aufmaß Material bestellt, kommt es zu Folgefehlern, weil zu viel oder zu wenig Material verfügbar ist.

Darüber hinaus beinhaltet das Aufmaß auch eine rechtliche Komponente, weil es die Grundlage zur Abrechnung erbrachter Leistungen bildet: In der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist geregelt, wie im Einzelnen Aufmaß genommen werden muss und wo Abzüge vorgenommen werden müssen, z.B. bei Nischen, Ecken oder Fenstern. So werden beispielsweise bei der Abrechnung nach Flächenmaß Öffnungen bis 2,5 m² übermessen und ab 2,5 m² abgezogen. Nutzt ein Handwerker den klassischen Zollstock zur Ermittlung der Aufmaße, müssen Öffnungen, Nischen & Co individuell von Hand ausgemessen werden, um ein VOB-konformes Aufmaß erstellen und später abrechnen zu können. Die VOB erhöht beim Aufmessen per Zollstock also den Aufwand. Gleichzeitig ist die Einhaltung essentiell, da sie in vielen Fällen die Grundlage zur Abrechnung erbrachter Leistungen bildet.

Überträgt der Handwerker die händisch ermittelten Daten von seinem Notizzettel später im Büro in sein Angebot, kommt es möglicherweise zu Übertragungsfehlern. Und was, wenn der Zettel ganz verloren geht?

Zeit sparen & Effizienz steigern: Aufmaß-Software

Heutzutage ist ein Zollstock zur Ermittlung von Aufmaßen nicht mehr erforderlich. Moderne Softwarelösungen werden bereits von vielen Unternehmen im Handwerk eingesetzt – von großen Handwerksbetrieben, aber auch von Kleineren und sogar von Ein-Mann-Betrieben. Dabei profitieren alle Unternehmen gleichermaßen: Dank Software reduzieren sich Zeitaufwand und Fehleranfälligkeit bei Aufmaßen auf ein Minimum und Angebote können zügig erstellt werden.

Moderne Softwarelösungen kommen ohne App nicht aus: Der Handwerker von heute hat eine Aufmaß-App auf seinem Smartphone und verbindet dieses mit einem digitalen Lasermessgerät. Dadurch werden die Daten automatisch vom Lasermessgerät in die App und von dort aus in die Software im Büro übertragen. Das Angebot für den Kunden ist dann nur noch wenige Klicks entfernt. Ebenso einfach ist die Nutzung von Fotos als Grundlage für das Aufmaß: Ein Foto der aufzumessenden Fläche ist ausreichend. Insbesondere bei großen Flächen wie z.B. Fassaden, ist dies ein immenser Vorteil. Das Foto wird einfach in die Software eingespielt, die betreffenden Flächen markiert und Fenster ausgespart – fertig ist das Aufmaß.

Liegen bereits Messdaten vom Architekten oder dem Bauherrn vor, können diese direkt in die Software eingegeben und als Angebotsgrundlage genutzt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, einen digitalisierten Grundriss direkt in die Software zu laden und basierend darauf ein Angebot zu erstellen. In beiden Fällen spart der Handwerker nicht nur die An- und Abfahrt zum Kunden, sondern auch die Zeit, die er selbst zur Ermittlung der Aufmaße aufwenden müsste. Zusätzlich werden Fehler auf ein Minimum reduziert: Da die Messdaten automatisch übertragen werden, kommt es zu keinen Zahlendrehern mehr.

Und was ist mit der VOB? Diese findet selbstverständlich Anwendung! Moderne Aufmaß-Software berücksichtigt die Vorgaben VOB ganz automatisch. Sie unterscheidet, was hinzugefügt oder abgezogen werden muss und weist übermessene Flächen gesondert aus.

Aufmaßlösungen & Handwerkersoftware: Sander & Doll

Marktführer für Handwerkersoftware und Spezialist für Aufmaßlösungen im Handwerk ist Sander & Doll. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt technologisch führende Handwerkersoftware und ist damit seit 30 Jahren sehr erfolgreich. Die Softwarelösungen decken die individuellen Bedürfnisse der Gewerke genau ab und beinhalten auch digitale Aufmaßlösungen.

Heute arbeiten an den drei Hauptstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz 200 kluge und engagierte Köpfe in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Service und Support. Forschung und Entwicklung, fachliches und technisches Knowhow der Mitarbeiter und zertifizierte Entwicklungsprozesse sichern die hohe Qualität der innovativen Business-Lösungen. Bei über 26.000 aktiven Arbeitsplätzen hat sich die Software für Kunden, auch international, in unterschiedlichen Branchen gewinnbringend bewährt.

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