Konferenz zur Zukunft von Lehre und Forschung in Südosteuropa

Vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Leipzig werden Prof. Evamarie Hey-Hawkins und Dr. Alexandra Hildebrand dabei sein und ihr Projekt „International Masters and Postgraduate Programme in Materials Science and Catalysis“ (MatCatNet) vorstellen.

Weiterhin werden Vertreter der am Projekt beteiligten Partnerinstitutionen aus Rumänien, Mazedonien und dem Kosovo erwartet. Ziel der Konferenz ist es laut DAAD unter anderem, Best-Practice Beispiele an Kooperations-,

Internationalisierungs- und Förderformaten zu identifizieren, die belegen, was sich in der Wissenschaftslandschaft der Länder des Westbalkans bewegt hat und bewegen lässt.

Vor allem aber soll eine gemeinsame Perspektive entwickelt werden, welche Entwicklungsprozesse in Lehre und Forschung weiter angestoßen werden sollen, und mit welchen Programmen oder Förderformaten deren Umsetzung unterstützt werden kann. „Die Impulsvorträge und die Posterausstellung sind sehr gut geeignet, um die Fachkolleginnen und -kollegen und Vertreter verschiedener Institutionen ins Gespräch zu bringen.

So können wir gemeinsam festzustellen, wie der Stand und die Entwicklung in der Region sind und wie die regionale Kooperation weiter den Auf- und Ausbau der Forschungspotenziale für südosteuropäische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterstützen kann“, sagt Prof. Hey-Hawkins.

Erwartet werden ca. 200 Teilnehmer, der größte Teil der Wissenschaftler und Nachwuchskräfte kommt aus den aktuell 19 geförderten Netzwerken. Dazu werden Vertreter aus deutschen, regionalen und internationalen Institutionen sowie Vertreter des Auswärtigen Amtes und aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erwartet. Das MatCatNet-Netzwerk, welches an der Universität Leipzig von Prof. Prof. Hey-Hawkins koordiniert wird, soll durch das Projektteam vorgestellt werden.

Das gemeinsame Projekt wurde 2005 zwischen der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig, dem Institute of Chemistry der Ss. Cyril and Methodius University in Skopje, Mazedonien, und der Faculty of Chemistry and Chemical Engineering der Universität in Cluj-Napoca, Rumänien, etabliert. Bei der Weiterführung des Projektes wurden ab 2008 zusätzlich zu den bislang schon beteiligten Institutionen auch die Faculty of Sciences and Mathematics, Group of Physics-Chemistry der State University of Tetovo, Mazedonien, involviert.

Neben den Partnern an den Universitäten Cluj-Napoca, Skopje und Tetovo sind ab 2011 drei weitere Institutionen aus der Region Südosteuropa durch die Beitritte von Wissenschaftlern der Faculty of Agriculture an der „Goce Delcev“ University, Stip, Mazedonien, Faculty of Natural Sciences and Mathematics an der Niš University, Serbien und Faculty of Natural Sciences and Mathematics an der Prishtina University in Kosovo in das Netzwerk integriert.

Der Schwerpunkt des Netzwerks MatCatNet liegt auf einer internationalisierten und strukturell verbesserten Ausbildung von Masterstudierenden und Doktoranden der Partnerinstitutionen in Südosteuropa in den Fachgebieten Materialwissenschaften und Katalyse. Darüber hinaus soll die Qualität der Ausbildung an den beteiligten Universitäten Südosteuropas in den Fachgebieten des Projektes verbessert werden. „Dazu ist es wichtig, die Netzwerkbildung zwischen den beteiligten Universitäten gezielt auszubauen und so Möglichkeiten für Weiterbildung und Erfahrungsaustausch zu schaffen“, erläutert Prof.
Evamarie Hey-Hawkins.

Im Anschluss an die Regionalkonferenz in Tirana werden das erste wissenschaftliche Modul (für Masterstudierende und Doktoranden, Thema „Sensoren“) von insgesamt fünf geplanten Modulen und der jährliche Workshop im Rahmen des MatCatNet-Projektes in Skopje, Mazedonien, organisiert (8. bis 12. Oktober 2012). Diese Module und Workshops dienen nicht nur der gemeinsamen Ausbildung von Masterstudierenden und DoktorandInnen, sondern auch zum Austausch von Dozentinnen und Dozenten und insbesondere zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Institutionen.
Der Workshop beinhaltet Vorträge und Posterpräsentationen von Masterstudierenden und DoktorandInnen, die ihre bisherigen oder geplanten wissenschaftlichen Arbeiten vorstellt. So wird den Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit gegeben werden, durch Anregungen und Vorschläge experimentell versierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erfahrungen zu sammeln sowie gegenseitige Kontakte zwischen den Teilnehmenden aufzubauen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins
Telefon: +49 341 97-36151
E-Mail: hey@uni-leipzig.de

Ansprechpartner für Medien

Susann Huster Universität Leipzig

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