Materialwissenschaften rücken näher zusammen: JGU verstärkt Kooperation mit der Université de Bourgogne in Dijon

Die Graduiertenschule „Materials Science in Mainz“ (MAINZ) wird auf dem Gebiet der Materialwissenschaften künftig enger mit der Partneruniversität in Dijon zusammenarbeiten. Als erstes gemeinsames Projekt findet vom 21. bis zum 27. Februar ein internationaler Workshop mit Winterschule zum Thema Photoemission in Dijon statt.

„Der Workshop ist unsere erste gemeinsame Veranstaltung, der in den nächsten Jahren noch viele weitere folgen werden“, teilte Dr. Mark Bajohrs, wissenschaftlicher Koordinator der Graduiertenschule MAINZ, mit. „Aber auch der Austausch von Doktoranden wird durch die engere Kooperation neue Impulse bekommen.“ Die Graduiertenschule MAINZ wurde 2007 in der Exzellenzinitiative des Bundes bewilligt und zählt aktuell knapp 100 Doktorandinnen und Doktoranden.

Ein Partnerschaftsabkommen zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Université de Bourgogne in Dijon besteht bereits seit 1976. Dies wurde jetzt durch eine Zusatzvereinbarung erweitert, die in den Materialwissenschaften eine engere Zusammenarbeit vorsieht. Daran beteiligt sind auf Mainzer Seite die beiden Fachbereiche Physik, Mathematik und Informatik sowie Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden, vorrangig der Graduiertenschule MAINZ.

Auf Seiten Dijons sind die UFR Sciences et Techniques und die Ecole d'ingenieurs ESIREM der Université de Bourgogne beteiligt. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Dijon auf dem wichtigen Gebiet der Materialwissenschaften ausbauen konnten. Wir verbinden damit die Hoffnung, dass Kooperationen und ein reger Gedankenaustausch den Forschungsarbeiten neue Anregungen verleihen und vielleicht auch das ein oder andere Gemeinschaftsprojekt hervorbringen. Alle Beteiligten werden aber auf jeden Fall vom Einblick in die jeweils andere Kultur und engeren nachbarschaftlichen Beziehungen profitieren“, erwartet der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch.

Im Einzelnen erstreckt sich das Zusatzabkommen auf den Austausch von Doktoranden für einen Zeitraum von jeweils drei bis sechs Monaten, auf deren Betreuung und auf gemeinsame Lehrveranstaltungen wie Sommerschulen und Workshops. Außerdem sollen Konsortien zur Beantragung von Projekten beispielsweise bei EU-Ausschreibungen gebildet werden. Zu der ersten gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen dieser Zusatzvereinbarung, der bevorstehenden Winterschule „Photoemission“ in Dijon, werden 20 Teilnehmer aus Mainz und jeweils 15 aus Frankreich beziehungsweise aus anderen Ländern erwartet. Sie werden sich in Dijon mit einer Technik befassen, die seit Einsteins Erklärung des photoelektrischen Effekts im Jahr 1905 ein wichtiges Werkzeug zur Erforschung der Materie ist und in den letzten zwei Jahrzehnten wieder ein Revival erlebt hat: die Photoemissionsspektroskopie.

Kontakt und Informationen:
Dr. Mark Bajohrs
Graduate School of Excellence „Materials Science in Mainz“
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. +49 (0) 6131 39-26 982
Fax +49 (0) 6131 39-26 983
E-Mail: mainz@uni-mainz.de

Ansprechpartner für Medien

Petra Giegerich idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Kälteschutz für Zellmembranen

Moose und Blütenpflanzen haben gleichartigen Mechanismus auf unterschiedlicher genetischer Grundlage entwickelt Ein Team um die Pflanzenbiologen Prof. Dr. Ralf Reski am Exzellenzcluster Zentrum für Integrative Biologische Signalstudien (CIBSS) der Universität…

Jenaer Forschungsteam erkennt Alzheimer an der Netzhaut

Alzheimer an den Augen erkennen, lange bevor die unheilbare Erkrankung ausbricht: Diesem Ziel ist ein europäisches Forschungsteam unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) einen Schritt näher gekommen. Mithilfe…

Multiple Sklerose – Immunzellen greifen Synapsen der Hirnrinde an

Schädigungen der grauen Hirnsubstanz tragen maßgeblich zur Progression der Multiplen Sklerose bei. Ursache sind Entzündungsreaktionen, die zum Synapsenverlust führen und die Aktivität der Nervenzellen vermindern, wie Neurowissenschaftler zeigen. Multiple Sklerose…

Partner & Förderer