Internationaler Workshop am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden

Quantentechnologien werden oft als ferne Zukunftsmusik dargestellt, dabei spielen sie schon seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle bei vielen Anwendungen im alltäglichen Leben, wie etwa beiTransistoren in der Elektronik, bei Lasern in Strichcode-Lesegeräten oder bei medizinischen MRT-Untersuchungen.

Diese und andere etablierte Technologien werden oft unter dem Begriff “erste Quantenrevolution” vereinheitlicht, deren Beginn auf die 1950er Jahre datiert.

Neueste Forschungsfortschritte zielen auf eine zweite Welle ab, mit Fokus auf der Anwendung quantenmechanischer Effekte in der Informationsverarbeitung.

Diese Bestrebungen könnten sehr wohl zu revolutionären Neuerungen führen, etwa in den Bereichen von Computern, Navigationssystemen, Kommunikationstechnologien und Internet.

Die Herausforderung liegt dabei in der Fragilität der Quanteneffekte, auf denen die neuartigen Technolgien basieren würden.

Bei der Umsetzung ist ein hoher Grad der Isolierung der quantenmechanischen Systeme von ihrer Umgebung erforderlich, da anderenfalls die Wechselwirkung mit dieser Umgebung die Quanteneffekte stark unterdrückt und eine technologische Nutzung unmöglich macht.

Die Entwicklung realistischer physikalischer Plattformen, in denen Quanteneffekte erhalten und kontrolliert werden können, steht im Mittelpunkt des Workshops, welcher von drei Organisatoren ins Leben gerufen wurde:

Prof. Adolfo del Campo vom Ikerbasque & Donostia International Physics Center in Donostia-San Sebastián (Spanien), Prof. Martin Plenio von der Universität Ulm sowie Prof. Armin Rahmani von der Western Washington University in den USA. Ein offenes Kolloquium von Prof. Susana Huelga von der Universität Ulm findet am Montag Nachmittag statt.

Media Contact

Uta Gneiße Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

Weitere Informationen:

http://www.pks.mpg.de/de/

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