AIDS global bekämpfen

Weltweit leben ca. 33,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Das sind 20 % mehr als im Jahr 2000 und drei Mal so viele wie im Jahr 1990. Für jeden Medizinstudenten, egal in welchem Land oder Fachbereich er in der Zukunft arbeiten wird, ist es daher dringend notwendig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Deshalb bietet das HIVCENTER der Abteilung Infektiologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität im Rahmen des IPH vom 21. bis 23. Mai zum dritten Mal ein Wochenendseminar an. In dem vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderten Kurs werden 35 Medizinstudenten aus verschiedenen Nationen Osteuropas, Asiens, Afrikas sowie aus Deutschland teilnehmen. Neben einer Übersicht über verschiedene Behandlungs- und Präventionsansätze auf nationaler und internationaler Ebene vermittelt das Seminar praktische Kenntnisse für die HIV Testberatung und Postexpositionsprophylaxe sowie bei der Behandlung von HIV an Fallbeispielen. Ein weiterer Schwerpunkt bildet dieses Jahr das Thema HIV-assoziierte Stigmatisierung und wie man dieser entgegen wirken kann.

„Die Studenten müssen frühzeitig den Umgang mit diesem Krankheitsbild erlernen, damit sie in ihrer späteren Laufbahn als Ärzte die nötige Fachkompetenz besitzen, um HIV Infektionen zu behandeln und zu verhindern“, betont Dr. Tessa Lennemann, Leiterin des IPH. Ausländische Studierende, welche in Deutschland ausgebildet werden, um dann später in ihrem Heimatland Verantwortung zu übernehmen, stellen eine besondere Gruppe dar, die in Zukunft den globalen Umgang mit der Epidemie entscheidend beeinflussen kann.

Das IPH wurde vom HIVCENTER initiiert und verbindet Zentren in Deutschland, der Ukraine, Südafrika und Lesotho, die sich auf Therapie, Diagnose und Forschung im Bereich von HIV spezialisiert haben. Durch ihre Arbeit vor Ort und den internationalen Austausch tragen die Institute zur Eindämmung der HIV-Epidemie bei. Im Netzwerk werden interdisziplinäre Forschung mit Fortbildungsaktivitäten und der Entwicklung von nachhaltiger lokaler Infrastruktur verknüpft.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Seminars wird der Besuch eines besonderen Ehrengastes sein. „Es freut uns sehr, im Rahmen dieser Zusammenarbeit seine Exzellenz, den Botschafter des Königreichs Lesotho, Dr. Makase Nyaphisi, der selbst in Deutschland Medizin studiert hat, begrüßen zu dürfen“, erklärt Dr. Lennemann.

Über das Klinikum der J.W. Goethe-Universität
Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main, gegründet im Jahr 1914, zählt zu den führenden Hochschulkliniken Deutschlands. Es bietet seinen Patientinnen und Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung in 24 Fachkliniken. Der enge Bezug zur Wissenschaft – Klinikum und Fachbereich Medizin betreiben zusammen 24 Forschungsinstitute – sichert den Patientinnen und Patienten eine zeitnahe Umsetzung neuer Erkenntnisse in die therapeutische Praxis. 1.250 Betten stehen zur Verfügung. Zahlreiche Institute widmen sich medizinisch-wissenschaftlichen Spezialleistungen. Jährlich werden 46.000 stationäre und 170.000 ambulante Patienten betreut. Besondere interdisziplinäre Kompetenz besitzt das Universitätsklinikum unter anderem auf den Gebieten der klinischen Infektiologie, Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskulären Medizin. Auch als Standort für Organ- und Knochenmarktransplantationen, Dialyse sowie der Herzchirurgie nimmt es besondere Aufgaben der überregionalen medizinischen Versorgung wahr. 3.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten. Weitere Informationen über das Klinikum der J.W. Goethe-Universität finden Sie unter http://www.kgu.de.

Für weitere Informationen:

Mira Gruber
International Partnership on HIV
HIVCENTER
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Fon (0 69) 63 01 – 87 7 70
Fax (0 69) 63 01 – 83 4 25
E-Mail mira.gruber@hivcenter.de

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Johannes Eisenberg idw

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