CeBIT 2015: Bauhaus-Universität Weimar präsentiert Projekt zur mobilen Positionsbestimmung

Die Entwicklung »Privacy-Aware Location Services« ist eine gesicherte Alternative zur mobilen Positionsbestimmung. Bild: Florian Echtler

Mit ihrem Projekt »Privacy-Aware Location Services« wollen Prof. Dr. Florian Echtler und seine Kollegen eine sichere und geschützte Alternative der mobilen Positionsbestimmung entwickeln. Der neue Location Provider für Android funktioniert ohne zentrale Infrastruktur und soll auch bei fehlendem GPS-Empfang zumindest eine grobe Position ermitteln können. Über verschiedene Ansätze untersuchen die Forscher, inwieweit sich dieses Projekt realisieren lässt und präsentieren erste Ergebnisse auf der Elektronik-Messe.

Alternative Positionsbestimmung

Eine der wichtigsten Anwendungen in der mobilen Mediennutzung sind sogenannte »Location-based services«. Diese ermöglichen es Nutzerinnen und Nutzern etwa, das nächstgelegene Restaurant zu finden, zu einem bestimmten Ziel navigiert zu werden oder über einen in der Nähe befindlichen Freund benachrichtigt zu werden.

Eine solche Ortsbestimmung ist meist von einem zentralen Service Provider abhängig (z. B. Google). Uneingeschränkt hat dieser die Möglichkeit, auf private Ortsdaten zuzugreifen. Eine Ausnahme dabei bildet die Ortsbestimmung mittels GPS. Allerdings funktioniert diese weder in Gebäuden noch über einen langen Zeitraum, da sie sehr viel Strom verbraucht. Das Projekt »Privacy-Aware Location Services« entwickelt dazu Lösungsansätze.

Patentanmeldung »Product Explorer«

Außerdem ist die Bauhaus-Universität Weimar mit einer Patentanmeldung auf der CeBIT vertreten. Der an der Professur Systeme der Virtuellen Realität entwickelte »Product Explorer« hilft Nutzerinnen und Nutzern bei der Auswahl von Produkten mit vielen und komplexen Eigenschaften.

Das System verbessert im Vergleich zu herkömmlichen Webshops die Eingrenzung von Suchergebnissen durch eine erweiterte und interaktive Darstellung als »Parallele Koordinaten«. Alle Produkte und deren Eigenschaften sind somit auf einen Blick zu erkennen und können entsprechend der Anforderungen und Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender gefiltert werden.

Der Product Explorer wurde von Patrick Riehmann, Jens Opolka und Prof. Dr. Bernd Fröhlich entwickelt.

CeBIT 2015, Hannover
16. bis 20. März 2015

Gemeinschaftsstand »Forschung für die Zukunft«
Halle 9, Stand B18
www.cebit.de

Für weitere Informationen steht Jun.-Prof. Dr. Florian Echtler gern zur Verfügung:

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Medien
Juniorprofessur Mobile Medien
Prof. Dr. Florian Echtler
Bauhausstraße 11
99423 Weimar
E-Mail: florian.echtler[at]uni-weimar.de
www.uni-weimar.de/medien/mobile

http://www.uni-weimar.de/medien/mobile – Website der Juniorprofessur Mobile Medien

http://www.uni-weimar.de/fachmessen – Weitere Informationen zu den Fachmessebeteiligungen der Bauhaus-Universität Weimar

Media Contact

Claudia Weinreich idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: CeBIT 2015

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Erstmals 6G-Mobilfunk in Alpen getestet

Forschende der Universität Stuttgart erzielen leistungsstärkste Verbindung. Notrufe selbst in entlegenen Gegenden absetzen und dabei hohe Datenmengen in Echtzeit übertragen? Das soll möglich werden mit der sechsten Mobilfunkgeneration – kurz…

Neues Sensornetzwerk registriert ungewöhnliches Schwarmbeben im Vogtland

Das soeben fertig installierte Überwachungsnetz aus seismischen Sensoren in Bohrlöchern zeichnete Tausende Erdbebensignale auf – ein einzigartiger Datensatz zur Erforschung der Ursache von Schwarmbeben. Seit dem 20. März registriert ein…

Bestandsmanagement optimieren

Crateflow ermöglicht präzise KI-basierte Nachfrageprognosen. Eine zentrale Herausforderung für Unternehmen liegt darin, Über- und Unterbestände zu kontrollieren und Lieferketten störungsresistent zu gestalten. Dabei helfen Nachfrage-Prognosen, die Faktoren wie Lagerbestände, Bestellmengen,…

Partner & Förderer