Hochschule Anhalt auf der TerraTec in Leipzig


Hochschule Anhalt auf der Internationalen Fachmesse für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen in Leipzig präsent

Vom 13. – 16.03.2001 öffnet die TerraTec – Internationale Fachmesse für Umwelttechnik und Umweltdienstleistungen in Leipzig ihre Pforten. Auch die Hochschule Anhalt (FH) stellt zur Schwerpunktsetzung der Messe ein neues , interessantes Exponat vor:
Im Fachbereich Lebensmitteltechnologie, Biotechnologie, Verfahrens- und Umwelttechnik der Hochschule Anhalt FH) in Köthen wird derzeit unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Carola Griehl ein vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördertes Projekt zum Thema „Vergärung proteinreicher Abfallstoffe unter Bildung von Biogas“ bearbeitet. Zu dieser Thematik werden erste Ergebnisse auf der TerraTec vorgestellt. Die stetig anfallenden Bioabfallmengen verkörpern ein immenses Potential an wiederverwertbaren Reststoffen, die entsprechend gesetzlicher Vorgaben nicht mehr auf Deponien verbracht werden dürfen und durch umweltgerechte Verfahren zu entsorgen sind. Dabei hat sich die Vergärung mit simultaner Bildung von Biogas, einem regenerativen Energieträger, als effektiver und ökologisch sinnvoller erwiesen als die bislang etablierte Kompostierung. Bei der Anwendung der Biogastechnologie zur Verarbeitung proteinreicher Abfallstoffe, die vielfach in der Lebensmittelindustrie anfallen, treten jedoch inhibierende, die Biogasproduktion hemmende Effekte auf- das kann unter bestimmten Bedingungen zum Erliegen der Stoffwechselproduktion führen. Das Ziel dieser Untersuchungen bestand darin, die komplexen Abbauwege proteinreicher Abfälle zu studieren und Möglichkeiten zum Ausschluss inhibierender Effekte aufzuzeigen. Anhand vorliegender Untersuchungen ist es möglich, die Vergärbarkeit verschiedener Substrate in unterschiedlichen Konzentrationen und Zusammensetzungen zu charakterisieren. Es konnte festgestellt werden, dass bei Einsatz der Ausgangsmaterialien mit geringem Proteingehalt die Produktion von Biogas weniger gehemmt wird als bei Ausgangsmaterialien mit höheren Konzentrationen.
Wichtig ist aber auch die Erkenntnis, dass an bestimmte Umgebungsbedingungen angepasste (a-daptierte) Mikroorganismen sowohl schwieriger vergärbare Einzelsubstrate(Casein, Albumin, Globulin) ebenso verstoffwechseln können wie proteinhaltige Mischsubstrate(bestehend aus Proteinen, Zucker und Fetten),- wie sie in der Praxis häufig vorkommen.

Vorgestellt werden die Ergebnisse der Untersuchungen auf dem Gemeinschaftsstand Forschung für die Zukunft – Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen in Halle3, Stand F20/H23.

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Petra Becker idw

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