Stromspar-Idee aus dem Hause DHBW holt den Bundespreis ecodesign

Die Zahl ist beeindruckend: Zwei Prozent des weltweiten Stromverbrauchs gehen auf das Konto des Internets. Kann man das reduzieren?

Die damaligen DHBW-Studenten Christian Ehni und Timo J. Schillings machten sich schlau und wurden fündig. Sie machten den Stromfresser gespeicherte Daten aus und entwarfen eine Kampagne, die darauf abzielt, dass etwa facebook-Einträge eben nicht mehr automatisch gespeichert werden, sondern mit einem Haltbarkeitsdatum versehen werden können.

Beiträge zum Stromsparen, die jeder ganz einfach erwirken kann. Die Kampagne leistet die Überzeugungsarbeit und zumindest bei der ecodesign-Jury in Berlin hat sie schon gefruchtet.

„Die Domain.eco schafft Bewusstsein und sensibilisiert den Nutzer für die ökologischen Auswirkungen von Datenspeicherung“, begründet Juryvorsitzender Prof. Günther Horntrich die Entscheidung. 300 Bewerber gab es in drei Kategorien für den Preis, die DHBW-Absolventen machten das Rennen im Fach Nachwuchs. Und lieferten einmal mehr einen Beleg dafür, dass die Duale Hochschule Ravensburg mit den besten Designhochschulen in Deutschland mehr als mithalten kann.

Verliehen wurde der Preis nun in Berlin von Umweltminister Peter Altmaier. „Die Arbeit von Christian Ehni und Timo Schillings zeigt auf beispielhafte Weise, wie Designer heute im Sinne der Innovation von Produkt- und Servicelösungen aktiv werden können und damit jenseits von Trends und Modeerscheinungen einen echten Beitrag zur Nachhaltigkeitsdebatte leisten“, freut sich auch Prof. Klaus Birk, der die Arbeit betreut hatte, über die Auszeichnung.

Aus den beiden DHBW-Studenten sind inzwischen Absolventen geworden. Christian Ehni arbeitet bei der renommierten Agentur Jung von Matt in Stuttgart. Timo J. Schillings hat sich mit einem Büro für Gestaltung in Stuttgart selbstständig gemacht. Ravensburg bleiben die beiden weiter verbunden – als Dozenten an der Dualen Hochschule.

Anschauen lohnt sich: http://www.helpdoteco.com/

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Elisabeth Ligendza idw

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