Rittal erhält Sonderpreis Digitalisierung beim Benchmark-Award für Lackierung

Heiko Denner, Tobias Heilmann und Andreas Kirsch (v.l.n.r.) von Rittal nahmen den Sonderpreis für innovative Digitalisierung beim Besser Lackieren Award entgegen. Quelle Rittal GmbH & Co. KG

Bei den Besser Lackieren Awards hat Rittal die Jury mit digitaler Integration überzeugt. Für die Lackieranlage im Werk Haiger hat das Unternehmen den neu geschaffenen Sonderpreis für innovative Digitalisierung erhalten.

Die Awards sind der jährliche Benchmark-Wettbewerb für industrielle Lackierung, initiiert vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und der Fachredaktion des Branchen-Magazins Besser Lackieren.

„Rittal überzeugt durch Mut und Know-how: In der neuen Lackieranlage hat das Unternehmen das Konzept der Smart Factory konsequent umgesetzt. Der Einsatz neuester Technologien setzt neue Standards und sorgt für einen Quantensprung in der Beschichtung“, so die Jurybegründung.

Bei den Awards zeichnete am 9. Oktober in Bad Nauheim eine hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik unter rund 70 Teilnehmern die besten und innovativsten Inhouse-Lackierer und Lohnbeschichter des Jahres aus – darunter Rittal.

„Wir freuen uns, auch beim Erhalt des neuen Sonderpreises der Jury Vorreiter sein zu dürfen“, sagt Heiko Denner, Projektleiter Oberflächentechnik bei Rittal, der den Award entgegennahm.

Bei der Lackieranlage sei man als Pionier vorausgegangen und habe mit den Partnern zahlreiche Hürden durch selbst entwickelte Lösungen überwunden, beispielsweise bei der automatischen Inline Tensidmessung.

Hightech prämiert: Die Lackieranlage

Die Lackieranlage weist bei der digitalen Vernetzung, gemessen am Werkzeugkasten Industrie 4.0 des VDMA, einen Reifegrad von 97% auf und liefert Qualität nach Automobilstandard. Sie ist Teil des neuen Werks in Haiger, wo Rittal zur Herstellung seiner neuen AX Kompaktschaltschrankserie und KX Kleingehäuse eines der weltweit modernsten, digital integrierten Produktionswerke der Branche gebaut hat.

In der Lackieranlage werden auf vier Ebenen täglich bis zu 8.000 AX und KX Schaltschrankgehäuse sowie 4.500 Sockel des Großschranksystems VX25 beschichtet.

Ein Beispiel für die idealtypische Umsetzung von Industrie 4.0 bei der Lackieranlage ist der Einsatz von Sensoren und Aktoren zur Datenermittlung als Basis für eine autonome Prozesssteuerung, zur Echtzeitdiagnose der Funktionsfähigkeit und zur Früherkennung von Ausfällen.

Lackier-Arbeitsplatz mit Industrie 4.0

Die Lackieranlage lässt sich komplett über ein Tablet steuern. Die Mitarbeiter werden automatisch alarmiert, falls doch ein manueller Eingriff nötig ist. Sie können direkt auf die technische Dokumentation jedes einzelnen Bauteils sowie auf Bedienungsanleitungen, Schaltpläne oder sogar Videos zugreifen. 16 Kameras erleichtern den Anlagenführern das Monitoring.

Auch mit den Lieferanten sind die Mitarbeiter schon virtuell vernetzt. Technischer Support kommt sofort und effizient per Xpert Eye Brille ins Haus. Durch diese Datenbrille sehen räumlich entfernte Experten in Echtzeit dasselbe wie die Träger der Brille vor Ort und können sie bei Wartung und Troubleshooting leiten.

Kostspielige Ausfälle können so auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Digitalisierung steigert bei Rittal aber nicht nur die Qualität und reduziert die Kosten. Dank Anlagen- und Prozessoptimierung mittels Machine Learning und Wissensmanagement erreicht die Lackieranlage auch ein völlig neues Level bei der Schonung von Ressourcen.

„Der Award ist für uns eine Bestätigung auf unserem Weg: Pioniergeist bei der Digitalisierung zahlt sich aus. Das Ergebnis verschafft mit hoher Prozesssicherheit nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden große Vorteile, beispielsweise bei Qualität und Verfügbarkeit“, sagt Carsten Röttchen, Geschäftsführer Produktion bei Rittal.

Über Rittal
Rittal mit Sitz in Herborn, Hessen, ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software & Service. Systemlösungen von Rittal sind in über 90 Prozent aller Branchen weltweit zu finden, etwa im Maschinen- und Anlagenbau, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche.
Zum breiten Leistungsspektrum des Weltmarktführers gehören konfigurierbare Schaltschränke, deren Daten im gesamten Produktionsprozess durchgängig verfügbar sind. Intelligente Rittal Kühllösungen mit bis zu 75 Prozent geringerem Energieverbrauch und hohem CO2-Vorteil können mit der Produktionslandschaft kommunizieren und ermöglichen vorausschauende Wartungs- und Servicekonzepte. Innovative IT-Lösungen vom IT-Rack über das modulare Rechenzentrum bis hin zu Edge und Hyperscale Computing Lösungen gehören zum Portfolio.
Die führenden Softwareanbieter Eplan und Cideon ergänzen die Wertschöpfungskette durch disziplinübergreifende Engineering-Lösungen, Rittal Automation Systems durch Automatisierungslösungen für den Schaltanlagenbau. Rittal liefert in Deutschland binnen 24 Stunden zum Bedarfstermin – punktgenau, flexibel und effizient.
Rittal wurde im Jahr 1961 gegründet und ist das größte Unternehmen der inhabergeführten Friedhelm Loh Group. Die Friedhelm Loh Group ist mit 18 Produktionsstätten und 80 Tochtergesellschaften international erfolgreich. Die Unternehmensgruppe beschäftigt 12.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro. Zum elften Mal in Folge wurde das Familienunternehmen 2019 als Top Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet. In einer bundesweiten Studie stellten die Zeitschrift Focus Money und die Stiftung Deutschland Test fest, dass die Friedhelm Loh Group 2019 bereits zum vierten Mal zu den bundesweit besten Ausbildungsbetrieben gehört.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rittal.de  und www.friedhelm-loh-group.com

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