Prognosen zum Schutz der Wasserressourcen: Nachwuchsforschergruppe nimmt Arbeit an der TUD auf

Die Forscher des Instituts für Abfallwirtschaft und Altlasten entwickeln ein wissenschaftlich basiertes Entscheidungsunterstützungssystem (DSS) für die Planung, das Design und das Management von Anwendungen im Wassersektor. Hintergrund ist der Klimawandel, der eine zunehmende Bedrohung für die weltweiten Wasserressourcen darstellt.

Die Kompensation von Defiziten in der Wasserbewirtschaftung mit nachhaltigen Managementstrategien kann die Beeinflussung der Ressourcen minimieren. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über vier Jahre (Mai 2014 – April 2018) mit 1,7 Millionen Euro finanziert. Danach besteht die Möglichkeit auf Verlängerung um ein weiteres Jahr.

Die Wissenschaftler bewerten bewirtschaftete Grundwasserreservoirs im Hinblick auf klimatische Faktoren und menschliche Einflüsse und führen Szenario-Analyse, Prognosen und Risikobewertungen durch. Das Mehrkomponenten-DSS wird auf einer interaktiven, webbasierten Plattform entwickelt, in der eine umfassende Wissensdatenbank mit komplexen Szenario-Analyse-Tools kombiniert werden soll.

Verschiedene Umweltszenarien können durch die Integration von Geographischen Informationssystemen und CAD-basierter Software simuliert werden. Neben den computergestützten Simulationen werden Infiltrationsanlagen im Labor- und Feldmaßstab am Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten in Pirna installiert. Diese dienen der Ermittlung der Grundwasserneubildung unter verschiedenen Prozess- und standortspezifischen Randbedingungen in natürlicher und kontrollierter (Labor-) Umgebung. Die computerbasierten Simulationen für mehrere Standorte weltweit werden anhand der Ergebnisse aus Labor- und Feldversuchen verifiziert und validiert.

Die Forschungsgruppe, die von Dr. Catalin Stefan geleitet und von Prof. Dr. Peter-Wolfgang Gräber und Prof. Dr. Rudolf Liedl betreut wird, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen: neben dem Gruppenleiter und einem Projektassistenten, werden fünf Doktoranden ihre Forschungsarbeiten in dem Projekt durchführen.

Darüber hinaus werden vier wissenschaftliche Hilfskräfte die Möglichkeit erhalten, im Projekt mitzuarbeiten. Die Gruppe wird ihre Forschungstätigkeiten am Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Grundwasserwirtschaft durchführen. Beide Institute gehören der Fakultät für Umweltwissenschaften, Fachrichtung Hydrowissenschaften, der TU Dresden an.

Weitere Informationen zum Projekt „Innovative web-based Decision Support System for Water Sustainability under a Changing Climate (INOWAS)” unter www.tu-dresden.de/uw/inowas.

Informationen für Journalisten: Dr. Catalin Stefan, Tel. 03501 530044, E-Mail: catalin.stefan@tu-dresden.de

http://www.tu-dresden.de/uw/inowas

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Kim-Astrid Magister idw - Informationsdienst Wissenschaft

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