Neue Materialien aus dem Rechner: „Dresden Center for Computational Materials Science“ gegründet

So kann grundlegenden Fragen, z.B. wie durch neue Werkstoffe Batterien langlebiger und mit höherer Energiedichte ausgelegt, Autos leichter und sicherer konstruiert oder Krankheiten durch verbesserte Diagnoseverfahren schnell, kostengünstig und zuverlässig erkannt werden können, zuerst im Computer nachgegangen werden, bevor aussichtsreiche Materialien und Verfahren praktisch realisiert werden.

Der Wissenschaftsstandort Dresden mit der TU Dresden im Zentrum ist ein europa- und weltweit führendes Zentrum der Materialforschung, in dem auch die rechnergestützte Modellierung eine tragende Säule darstellt. Die Universitätsleitung hat dies erkannt und fördert zur nachhaltigen Sicherung dieser Stellung in den kommenden vier Jahren aus den Mitteln der Bundesexzellenzinitiative das nun neu gegründete „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCCMS).

„Mit der Etablierung eines agilen und flexiblen zentralen Kompetenzzentrums für Materialsimulationen an der TU Dresden kann eine deutliche Stärkung der Kompetenzen im computergestützten Materialdesign in Dresden erreicht werden“, so Prof. Dr. Gianaurelio Cuniberti von der Fakultät Maschinenwesen, einer der Gründer und designierter Geschäftsführender Direktor des Zentrums.

„Geschätzte 70 % aller Innovationen beruhen auf neuen Entwicklungen im Bereich der Materialien. Durch die Bündelung der Aktivitäten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus vier Fakultäten und zwei Bereichen bilden wir interdisziplinäre und international auf Augenhöhe agierende Strukturen in Forschung und Lehre“, so Cuniberti weiter.

Das Zentrum könne durch gemeinsame Projektakquise als Multiplikator für Drittmittel von öffentlichen, privaten und industriellen Fördergebern dienen und möchte durch die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen ein begehrter Standort für hochqualifizierte und ambitionierte Nachwuchsforscher aus aller Welt werden. Ferner sei zum Transfer von Forschungsergebnissen in die Lehre und zur frühzeitigen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Aufbau eines neuen internationalen Masterstudiengangs „Computational Materials Science“ geplant.

Am 26. November 2013 treffen sich um 17 Uhr die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Raum 252 im Zeuner-Bau zur offiziellen Auftaktveranstaltung des Zentrums, bei der die konkreten Ziele und Aktionen des Zentrums vorgestellt und weitere Schritte geplant werden. Ab 16:45 stehen die Initiatoren des Zentrums für Pressegespräche zur Verfügung. Es wird um Anmeldung gebeten.

Informationen für Journalisten:
Prof. Dr. G. Cuniberti
Technische Universität Dresden
Tel. 0351 463 – 31409
dccms@nano.tu-dresden.de

Media Contact

Mathias Bäumel idw

Weitere Informationen:

http://nano.tu-dresden.de/dccms/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Ein Dutzend Bakterien reicht zur Reifung des Darms

Zur Sanierung braucht es einen Anstoß von außen: Ein paar wenige Bakterien reichen aus, um eine Reifung des Immunsystems und den Umbau des Darmgewebes einzuleiten, was zur Beseitigung von Krankheitserregern…

Stolpersteine von Industrie 4.0 erkennen und vermeiden

Industrie 4.0 bedeutet nicht nur die Einführung neuer Technologien, sondern hat große Auswirkungen auf sämtliche Unternehmensbereiche. Für Betriebe ist es wichtig, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und mit passenden Maßnahmen…

Satelliten für erdferne Missionen

Was können Kleinsatelliten im Umfeld des Mondes oder noch weiter weg von der Erde leisten? Eine neue Studie an der Uni Würzburg soll das klären. Satelliten für die Kommunikation, Navigation…

Partner & Förderer