Mikhael Subotzky und Patrick Waterhouse erhalten den Deutsche Börse Photography Prize 2015

Der mit 30.000 GBP dotierte Preis wurde von den Preisträgern aus dem Jahr 2013, dem Künstlerduo Adam Broomberg und Oliver Chanarin, übergeben.

Die international bedeutende Auszeichnung wird jährlich an einen Fotografen vergeben, der im Vorjahr einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie in Europa geleistet hat. Mikhael Subotzky (geb. 1981, Südafrika) und Patrick Waterhouse (geb. 1981, Großbritannien) wurden für ihren Bildband „Ponte City“ ausgezeichnet.

Die diesjährige Jury bestand aus Chris Boot, Executive Director der Aperture Foundation; Rineke Dijkstra, Künstlerin; Peter Gorschlüter, stellvertretender Direktor des MMK Museum für Moderne Kunst, und Anne Marie Beckmann, Kuratorin der Art Collection Deutsche Börse.

Die weiteren Finalisten des Deutsche Börse Photography Prize 2015 wurden mit jeweils 3.000 GBP prämiert: Nikolai Bakharev, Zanele Muholi und Viviane Sassen.

Brett Rogers, Direktorin der Photographers’ Gallery und Vorsitzende der Jury, sagte: „Die Jury hat Subotzky und Waterhouse dafür ausgezeichnet, dass sie beim Storytelling durch Fotografie und bei der Fotopräsentation in Buchform neue Wege beschreiten.

Mit einer umfangreichen, vielfältigen Bandbreite an archivalischen und dokumentarischen Ansätzen ist es ihnen gelungen, Schicht für Schicht die komplexen Geschichten ans Tageslicht zu bringen, die das Gebäude Ponte City, das in Johannesburg Kultstatus genießt, birgt. Das langfristig angelegte Projekt mit hohem kreativem Anspruch ist eine beeindruckende Metapher für die Gesellschaft Südafrikas auf ihrem Weg von einem Apartheid-Regime in die Post-Apartheid-Ära. Gleichzeitig werden auch wichtige allgemeinere Aspekte im Zusammenhang mit den aktuellen Völkerwanderungsbewegungen weltweit beleuchtet.“

Andreas Preuß, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, sagte: „Die seit 2005 bestehende Kooperation zwischen der Photographers’ Gallery und der Deutschen Börse ist eine echte Erfolgsgeschichte – der Deutsche Börse Photography Prize hat sich als prestigeträchtige, weithin anerkannte Auszeichnung etabliert. Ich freue mich, mitteilen zu können, dass die Deutsche Börse den Preis auch in den nächsten drei Jahren fördern wird.“

Die Photographers‘ Gallery zeigt die Ausstellung mit Werken von allen vier Finalisten in ihren Räumlichkeiten noch bis zum 7. Juni 2015. Anschließend ist die Ausstellung im Rahmen des Festivals RAY 2015 Fotografieprojekte (20. Juni bis 20. September 2015) im Frankfurter MMK Museum für Moderne Kunst zu sehen.

Über die Gruppe Deutsche Börse:
Die Gruppe Deutsche Börse ist eines der weltweit führenden Börsenunternehmen und – im Rahmen ihres Corporate Responsibility-Ansatzes – einer der wichtigsten Förderer der Fotokunst. Die Gruppe sammelt seit 1999 zeitgenössische Fotografie. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst über 1.000 Werke von etwa 100 internationalen Künstlern. Die Arbeiten werden an den Hauptstandorten des Unternehmens in Eschborn/Frankfurt, London, Luxemburg, Prag und Zürich ausgestellt. Das Unternehmen unterstützt zudem Ausstellungsprojekte internationaler Museen und Institutionen. Um dem hohen Stellenwert Rechnung zu tragen, den die Deutsche Börse der Fotografie und den Fotografen beimisst, wird derzeit die gemeinnützige Deutsche Börse Photography Foundation ins Leben gerufen, bei der alle kulturellen Aktivitäten des Unternehmens gebündelt werden sollen. Dazu gehören die Art Collection Deutsche Börse, das Ausstellungsprogramm und die Förderung zeitgenössischer Fotografie.

The Photographers’ Gallery
Die Photographers’ Gallery eröffnete 1971 in der Newport Street in London und war damit die erste unabhängige Fotogalerie Großbritanniens. Als Vorreiter unter den öffentlichen Galerien des Landes hat sie Werke von zahlreichen namhaften Künstlern der internationalen Fotoszene ausgestellt. Dazu zählen Jürgen Teller (Modefotografie), Robert Capa (Fotojournalismus), Sebastião Salgado (sozialdokumentarische Fotografie) und Andreas Gursky (zeitgenössische Kunst). Die Photographers’ Gallery hat zudem wesentlich zum Erfolg zeitgenössischer britischer Fotografen wie Martin Parr und Corinne Day beigetragen. Im Jahr 2009 wurde die Gallery in die 16 – 18 Ramillies Street verlegt, der erste Schritt in dem Vorhaben, einen Ort für Fotografie im 21. Jahrhundert zu schaffen. Nach einer 18 Monate dauernden Renovierungsphase öffnete sie am Samstag, den 19. Mai 2012 wieder ihre Pforten für Besucher. In den letzten vier Jahrzehnten hat der Erfolg der Photographers’ Gallery dazu beigetragen, Fotografie als eine anerkannte Form der Kunst zu etablieren, zahlreichen Besuchern bekannte Namen der Fotoszene näher zu bringen und der Fotografie einen festen Platz im Zentrum der visuellen Kunst zu verschaffen. Den Vorsitz des Kuratoriums der Photographers’ Gallery führt Sir Brian Pomeroy, CBE.

Geschichte des Photography Prize
Der Photography Prize wurde 1996 von der Photographers‘ Gallery ins Leben gerufen. Nach nunmehr 17 Jahren gilt der Preis als einer der renommiertesten internationalen Kunstpreise, der im Laufe der Jahre vielen Fotografen den Weg zu einer großen Karriere geebnet hat. Bis zum Beginn der Zusammenarbeit zwischen der Photographers' Gallery und der Gruppe Deutsche Börse als Titelsponsor im Jahr 2005 war der Preis noch unter dem Namen Citigroup Photography Prize bekannt. Gewinner des Deutsche Börse Photography Prize 2014 war Richard Mosse für seine Ausstellung „The Enclave“, die auf der Biennale in Venedig im irischen Pavillon gezeigt wurde. Weitere ehemalige Gewinner sind Paul Graham, Juergen Teller, Rineke Dijkstra, Richard Billingham, John Stezaker und Adam Broomberg & Oliver Chanarin.

Weiterführende Links
www.thephotographersgallery.org.uk
www.deutsche-boerse.com/art

Ansprechpartner für die Medien:

Deutsche Börse:
Anne-Marie Beckmann, Art and Culture, Tel: +49-69-2 11-1 52 95 Leticia Adam, Media Relations, Tel: +49-69-2 11-1 15 00

Photographers‘ Gallery:
Inbal Mizrahi, Tel. +44 (0)20 7087 9333, e-mail:
inbal.mizrahi@photonet.org.uk

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http://www.deutsche-boerse.de

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