Geologische Vereinigung ehrt Göttinger Nachwuchswissenschaftler

Der Geowissenschaftler Dr. Guido Meinhold von der Universität Göttingen hat den renommierten Hans-Cloos-Preis für Nachwuchswissenschaftler erhalten. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jährlich von der Geologischen Vereinigung verliehen. Dr. Meinhold wird damit für seine Forschung in der Sedimentologie und Paläogeografie geehrt. Die Preisverleihung fand im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der Geologischen Vereinigung und der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft in Tübingen statt.

In seiner Forschung beschäftigt sich Dr. Meinhold in erster Linie mit der detaillierten Analyse von Sedimentgesteinen. Seine derzeitigen Forschungsgebiete sind Nordafrika, der östliche Mittelmeerraum einschließlich des Nahen Ostens und Skandinavien. Er forschte unter anderem zur paläogeografischen und tektonischen Rekonstruktion des heutigen Mittelmeerraumes während des Erdaltertums (vor 250 bis 540 Millionen Jahren) und des Erdmittelalters (vor 66 bis 250 Millionen Jahren).

Dabei verbindet er klassische geologische Gelände- und Labormethoden mit modernen geochemischen und geochronologischen Techniken der sedimentären Liefergebietsanalyse, zu deren methodischer Weiterentwicklung er auch wichtige Beiträge leisten konnte.

Guido Meinhold, Jahrgang 1978, studierte Geologie an der Universität Jena. Er wurde 2007 an der Universität Mainz promoviert und verbrachte anschließend drei Jahre als Postdoktorand an der Universität Cambridge in England. Seit Herbst 2010 ist er in der Abteilung Sedimentologie und Umweltgeologie am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen beschäftigt.

Kontaktadresse:
Dr. Guido Meinhold
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Geowissenschaften und Geographie
Geowissenschaftliches Zentrum
Goldschmidtstraße 3, 37077 Göttingen, Telefon (0551) 39-33455
E-Mail: guido.meinhold@geo.uni-goettingen.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

16 Millionen Euro für photonische Quantenprozessoren

BMBF-Projekt PhotonQ vereinigt sieben Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Industriepartner. Quantencomputer sollen einmal in hohem Tempo Problemstellungen lösen, die für klassische Computersysteme nicht bearbeitbar sind. Bis die Rechner jedoch praxistauglich werden,…

Verkehr emittiert viele kleinste Partikel

Forscher des Helmholtz-Zentrums Hereon haben im vergangenen Jahr Luftmessungen an verschiedenen verkehrsrelevanten Orten in Hamburg vorgenommen und dazu Modellierungen für die ganze Stadt erstellt. Das Ergebnis: Die Belastung durch ultrafeine…

Verschränkt und verschlüsselt

Der Physiker Dr. Tobias Huber forscht an den Grundlagen der Quantentechnologie. Dafür erhält er vom Bundesforschungsministerium knapp fünf Millionen Euro. Quantenkommunikation und Quantencomputer: An diesen Zukunftsthemen forscht Dr. Tobias Huber…

Partner & Förderer