Farbenspiele an der Fassade – Architekturpreis für Fraunhofer-Gebäude

Je nach Lichteinfall wechselt das neue Transferzentrum Adaptronik am Fraunhofer LBF in Darmstadt die optische Erscheinung. Seine Fassadengestaltung folgt dem Prinzip Aktion und Reaktion und soll auf diesem Weg das Thema Adaptronik transportieren.

Für ihr architektonisches Konzept haben JSWD Architekten nun den zweiten Preis beim TECU Architecture Award 2010 erhalten. Bei einer Feier am 18. Januar auf der Fachmesse BAU in München übergab das auslobende Unternehmen KME Germany die Preise. Der erste Preis ging an die Planer des Kunstmuseums Villa Vauban in Luxemburg.

Mit der Maxime „Aktion und Reaktion“ hatten die Architekten des im November 2010 eingeweihten Forschungsgebäudes am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit das zentrale Thema Adaptronik aufgegriffen. Ihr Ziel war es, dieses Thema durch Form, Funktion, Materialwahl und Materialbehandlung in die Fassade zu übertragen und nach außen zu vermitteln. So „reagiert“ das Haus auf sich verändernde Lichtverhältnisse, indem die Farbeindrücke der Fassade wechseln. Dafür sorgt das Fassadenmaterial TECU Brass, eine spezielle Form des Messings, die der Hersteller KME als Legierung aus Kupfer und Zink produziert. KME ist nach eigener Auskunft der größte Hersteller von Halbfertigerzeugnissen aus Kupfer und Kupferlegierungen. Verarbeitet hat das Material die Firma Albertus Albrecht aus Sommeritz.

Nach vier europaweiten Auslobungen in den vergangenen zehn Jahren waren 2010 zum ersten Mal weltweit Architekten und Architekturstudenten dazu aufgerufen, ihre in Verbindung mit Produkten der Marke TECU realisierten Bauten und ausgearbeiteten Studienprojekte im Wettbewerb einzureichen. Die mit internationalen Fachleuten besetzte Jury hatte 162 Projekte aus 17 Ländern zu beurteilen.

Media Contact

Anke Zeidler-Finsel Fraunhofer-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Bakterien für klimaneutrale Chemikalien der Zukunft

For­schen­de an der ETH Zü­rich ha­ben Bak­te­ri­en im La­bor so her­an­ge­züch­tet, dass sie Me­tha­nol ef­fi­zi­ent ver­wer­ten kön­nen. Jetzt lässt sich der Stoff­wech­sel die­ser Bak­te­ri­en an­zap­fen, um wert­vol­le Pro­duk­te her­zu­stel­len, die…

Batterien: Heute die Materialien von morgen modellieren

Welche Faktoren bestimmen, wie schnell sich eine Batterie laden lässt? Dieser und weiteren Fragen gehen Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit computergestützten Simulationen nach. Mikrostrukturmodelle tragen dazu bei,…

Porosität von Sedimentgestein mit Neutronen untersucht

Forschung am FRM II zu geologischen Lagerstätten. Dauerhafte unterirdische Lagerung von CO2 Poren so klein wie Bakterien Porenmessung mit Neutronen auf den Nanometer genau Ob Sedimentgesteine fossile Kohlenwasserstoffe speichern können…

Partner & Förderer