Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Investmentfonds unterstützt den Transfer von Raumfahrttechnologien für die Anwendung auf der Erde

09.03.2010
Schon seit Jahren hat die ESA mit ihren Technologietransferprogrammen und Geschäftsgründungsinitiativen Raumfahrttechnologien zur Erde zurückgeholt.

Diese Massnahmen wird die ESA jetzt noch weiter ausbauen, indem sie neue Unternehmen, die Raumfahrtentwicklungen nutzen, mit einem Risikokapitalfonds unterstützt.

Bei dem Open Sky Technologies Fund (OSTF) handelt es sich um einen Risikokapitalfonds, der besonders viel versprechende Geschäftschancen, welche aus der Raumfahrttechnologie und den Satellitenanwendungen für herkömmliche Industrien erwachsen, bereits in einem Frühstadium fördert. Der OSTF wird im Namen der ESA durch die Triangle Venture Capital Group gemanaged.

Michel Courtois, ESA Director of Technical and Quality Management, unterzeichnete zusammen mit Bernd Geiger, Managing General Partner und Gründer von Triangle, am 4. März in den ESA-Headquarters den förmlichen Vertrag.

Der Fond verfügt über eine Anfangsausstattung von 15 Millionen Euro. Bis Juni 2011 ist eine Aufstockung auf bis zu 100 Millionen Euro geplant. Mit seiner Hilfe werden Investitionschancen in den 18 ESA-Mitgliedsstaaten gefördert, die über das Technology Transfer Programme Office der ESA (TTPO) und dessen Partner ausgewählt wurden.

"Der OSTF stellt den ersten Schritt der ESA in Richtung Risikokapital dar. Zugleich ist er eine logische Fortsetzung unserer bereits bestehenden Massnahmen zum Technologietransfer," erklärt Direktor Courtois. "Das TTPO hat in Zusammenarbeit mit dem European Space Incubation Network ESINET, welches zu dem European Business Incubator Network (EBN) gehört, ein umfangreiches System des Technologietransfers entwickelt. Die ESA hat vier ESA Business Incubation Center eingerichtet, die bisher bei der Gründung von mehr als 70 Unternehmen halfen.

"Damit diese neuen Unternehmen jedoch weiter wachsen können, benötigen sie Zugang zu Investitionsmitteln. Mit dem OSTF unterstützt die ESA junge und wagemutige Unternehmen, die innovative Ideen aus der Raumfahrtindustrie, den Dienstleistungen und Anwendungen für die Verwendung auf der Erde aufbereiten. Dies hilft, den Nutzen der Raumfahrt für die Bürger Europas zu erhöhen."

Der erste europäische Risikokapitalfonds, der der Raumfahrttechnologie zugedacht ist, wird von Triangle für die ESA verwaltet. Triangle ist ein angesehenes europäisches Risikokapitalunternehmen. Seit 13 Jahren arbeitet Triangle ausschliesslich für Spin-offs von Universitäten und Forschungszentren.

Mit derzeit vier gemangten Fonds ist Triangle zu einem führenden Technologieinvestor für Frühphasen geworden. Das Unternehmen hat seit langem einen engen Bezug zu dem Sektor und verfügt über einschlägige Erfahrungen, einschliesslich der, Investor in eine herausragende ESA-Spin-off-Firma wie iOpener Media zu sein. Diese verwendet aus der Satellitennavigation entwickelte Technologien, um die Integration realer Objekte wie Formel 1 Rennwagen in Echtzeit in virtuelle Spielumgebungen zu integrieren. iOpener gehört zu dem ESTEC Business Incubation Centre (BIC) in Noordwijk, Niederlande.

Über das Technology Transfer Programme Office der ESA

Das TTPO der ESA wurde 1990 gegründet und hat mehr als 200 Raumfahrttechnologien in Nicht-Raumfahrtsektoren überführt. Es brachte den Bürgern Europas beachtlichen Nutzen und erhöhte die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. In Noordwijk in den Niederlanden, Darmstadt und Oberpfaffenhofen in Deutschland sowie Rom in Italien wurden vier ESA-BICs eingerichtet.

Jennifer Knoblach | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.esa.int/ttp
http://www.esa.int/bic

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Jobbörsen vergleichen: Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer wichtiger
11.03.2020 | PROFILO Rating-Agentur GmbH Lars Müller

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigungsausblick verbessert sich
26.02.2020 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

06.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Virtueller Roboterschwarm auf dem Mars

06.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics