Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW und polnische Umweltbank BOS aktiv für den Klimaschutz in Europa

21.05.2010
Intensivierung Klimaschutz in Europa durch Förderung energetischer Gebäudesanierung und industrieller Energieeffizienz in Polen

Deutsche und europäische Unternehmen können Emissionszertifikate erwerben

Die KfW Bankengruppe und die polnische Umweltbank (BOS Bank), verbessern gemeinsam den Klimaschutz durch Kredite zur energetischen Gebäudesanierung und industrieller Energieeffizienz in Polen, da der Bedarf an energetischer Sanierung dort immer noch sehr hoch ist.

Außerdem haben insbesondere deutsche und europäische Unternehmen die Möglichkeit, günstige Emissionszertifikate, die durch die CO2-Einsparungen der Maßnahmen generiert werden können, zu erwerben.

Möglich ist dies durch eine innovative Kombination aus Globaldarlehen der KfW, Strukturierung eines sogenannten "PoA" (Programme of Activities) und den Ankauf von generierten Klimaschutzzertifikaten durch die KfW. Die entsprechenden Verträge wurden heute unterzeichnet; Startschuss ist der 1. Juni 2010. Das Joint-Implementation-Projekt sieht folgendes vor:

Die KfW vergibt an die BOS ein Globaldarlehen mit einem Volumen von 30 Mio. EUR. Aus diesem vergibt die BOS Kredite an polnische kleine und mittlere Unternehmen sowie an Hauseigentümergemeinschaften. Diese profitieren von den zinsgünstigen Krediten und investieren in moderne Wärme- und Heiztechnologien (z.B. der Austausch von industriellen Boilern bei Unternehmen oder Heizanlagen und Isolierungen im Wohnraumsegment).

Durch diese Maßnahmen werden schätzungsweise jährlich rd. 150.000 Tonnen CO2-Emissionen reduziert. Die Einsparungen werden exakt ermittelt, so dass aus den einzelnen Investitionen im Rahmen des Kyoto-Protokolls Emissionsreduktionszertifkate generiert werden können.

Über zehn Jahre gerechnet können 1,5 Mio. JI-Zertifikate (ERUs, Emission Reduction Units) erzeugt werden. Diese Zertifikate werden von der KfW gekauft, wodurch gleich zwei Förderwirkungen erzielt werden: Zum einen werden durch die Erlöse die Kreditkonditionen der BOS an die Endkunden zusätzlich vergünstigt, zum anderen wird die KfW die Zertifikate über das neue mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) aufgelegte EIB-KfW CO2 Programm II an deutsche und europäische Unternehmen, die auf der Suche nach günstigen Emissionszertifikaten sind, weiterverkaufen.

Die KfW Bankengruppe verkauft und kauft seit dem Jahr 2005 Klimaschutzzertifikate nach den flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls aus mittlerweile mehr als 70 Projekten weltweit mit Einsparung von über 70 Mio. t CO2e ("e" steht für equivalent). Das EIB-KfW CO2 Programm II mit einem geplanten Volumen von erneut 100 Mio. EUR stellt bereits das zweite gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) aufgelegte Kaufprogramm dar, um europäischen Unternehmen Zugang zur Nutzung von Emissionszertifikaten zu schaffen und mit innovativen Ansätzen zur Entwicklung der Zertifikatemärkte beizutragen.

Das Programm legt einen Fokus auf "Programmes of Activities", einem neuen innovativen Ansatz bei der Entwicklung von Zertifikateprojekten. Dabei wird eine Vielzahl von verteilten Einzelmaßnahmen zu einem Programm gebündelt und für den Zertifikatehandel nutzbar gemacht.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel scheint sich zu beleben
03.12.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht MagicMoney: Offline bezahlen – mit deinem Smartphone
13.11.2018 | Duale Hochschule Baden Württemberg Karlsruhe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartige Lasertechnik für chemische Sensoren in Mikrochip-Größe

Von „Frequenzkämmen“ spricht man bei speziellem Laserlicht, das sich optimal für chemische Sensoren eignet. Eine revolutionäre Technik der TU Wien erzeugt dieses Licht nun viel einfacher und robuster als bisher.

Ein gewöhnlicher Laser hat genau eine Farbe. Alle Photonen, die er abstrahlt, haben genau dieselbe Wellenlänge. Es gibt allerdings auch Laser, deren Licht...

Im Focus: Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub

Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ veröffentlicht.

Die Schärfe von Lichtmikroskopen ist aus physikalischen Gründen begrenzt: Strukturen, die näher beieinander liegen als 0,2 tausendstel Millimeter, verschwimmen...

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungen

Fachforum über intelligente Datenanalyse

10.12.2018 | Veranstaltungen

Plastics Economy Investor Forum: Treffpunkt für Innovationen

10.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Prostatakrebs: Krankheitsverlauf besser vorhersagen

11.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Proteine für widerstandsfähiges Gummi

11.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Prostatakrebs: Neues Computermodell erlaubt Prognose des Krankheitsverlaufs

11.12.2018 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics