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Deutsche Börse verfolgt Zusammenschluss mit Euronext nicht weiter

15.11.2006
Deutsche Börse hat am Mittwoch entschieden, den Zusammenschluss mit Euronext nicht weiter zu verfolgen.

Das Unternehmen teilte mit, dass es auch alle Vorbereitungen inklusive des regulatorischen Prozesses und der Fusionskontrolle stoppt. Die Entscheidung beruht auf der Einschätzung, dass eine von beiden Seiten erwünschte Transaktion nicht erreichbar ist und diese angesichts der aktuellen Entwicklung der Aktienkurse keinen zusätzlichen Wert für die Aktionäre der Deutsche Börse AG schaffen würde.

Politiker, Stakeholder und Aufsichtsbehörden in Europa haben ihre Präferenz für eine europäische Lösung bekräftigt. Trotz dieser breiten Unterstützung hat das Management von Euronext die Gespräche mit der Deutschen Börse nicht wieder aufgenommen. Die Deutsche Börse vertritt jedoch nach wie vor die Meinung, dass ein Zusammenschluss von Börsen nur dann erfolgreich sein kann, wenn beide Seiten tatsächlich zusammenarbeiten wollen.

Darüber hinaus würde die jüngste Kursentwicklung die Aktionäre der Deutschen Börse in geringerem Umfang an dem gemeinsamen Unternehmen beteiligen, als es dem Ergebnisbeitrag der beiden Unternehmen entspricht.

Die Deutsche Börse ist mit ihrem diversifizierten Produkt- und Dienstleistungsportfolio und ihrem erfolgreichen Geschäftsmodell sehr gut aufgestellt. Nach ausgezeichneten Ergebnissen in den Jahren 2005 und 2006 strebt das Unternehmen auch für das Jahr 2007 ein Rekordergebnis an. Die Deutsche Börse will in allen Geschäftsbereichen weiter organisch wachsen und bleibt weiterhin für alle Formen der Zusammenarbeit offen, die für Aktionäre und Kunden Wert schaffen.

Reto Francioni, CEO der Deutschen Börse, sagte: „Wir sind davon überzeugt, dass in unserer Branche Zusammenschlüsse nur dann erfolgreich sein können, wenn sie sowohl vom Management beider Seiten als auch von der Industrie unterstützt werden. Wir haben Zeit und Mühe investiert, aber es gehört zu unserer Verantwortung zu erkennen, wenn weitere Anstrengungen nicht sinnvoll sind.“ Francioni sagte weiter: „Externes Wachstum ist eine Option, aber keine Notwendigkeit für die Deutsche Börse. Aufgrund unserer hervorragenden Position werden wir weiter organisch wachsen. Nichtsdestotrotz wollen wir eine aktive Rolle in der Konsolidierung in Europa und darüber hinaus einnehmen.“

Media Relations | Gruppe Deutsche Boerse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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