Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationen und Reimporte wuchsen überproportional

14.01.2002


Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf dem deutschen Apothekenmarkt um 9,3 Prozent auf knapp 30,7 Mrd. DM (15,7 Mrd. EUR) zu Herstellerabgabepreisen. Damit hat sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2002 leicht abgeschwächt. In den ersten sechs Monaten des abgelaufenen Jahres hatte das Marktwachstum noch bei knapp elf Prozent (10,9 Prozent) gelegen. Das geht aus aktuellen Zahlen von NDCHealth hervor, die diese auf der Basis der Großhandelseinkäufe der öffentlichen Apotheken ermittelt. Diese Großhandelseinkäufe repräsentieren knapp 90 Prozent des gesamten Apothekeneinkaufs. Erfahrungsgemäß bilden diese Basiswerte die tatsächliche Marktentwicklung nahezu punktgenau ab.

Ein Blick in die einzelnen Marktsegmente zeigt allerdings ein differenziertes Bild für die Marktentwicklung. So gehören innovative, patentgeschützte Arzneimittel zu den Gewinnern des letzten Jahres. Der Umsatz rezeptpflichtiger Präparate, für die es keinen Festbetrag gibt, stieg mit mehr als 18 Prozent überproportional. Dass diese Entwicklung den Patienten zugute kommt, zeigt sich nach Einschätzung des Geschäftsführers von NDCHealth, Roland Lederer, unter anderem an der Marktentwicklung bei den Betäubungsmitteln. Hier stieg der Umsatz um fast 41 Prozent. "Darin spiegelt sich", so Lederer, "zum einen der therapeutische Fortschritt und zum anderen die Reaktion auf die seit geraumer Zeit geführte Diskussion um die Qualität der Schmerzbehandlung in Deutschland wider".

Gleichzeitig zeigt die Entwicklung des letzten Jahres, dass Originalpräparate, deren Patentschutz abgelaufen ist, weiterhin Marktanteile verlieren. Während der Generikaumsatz im vergangenen Jahr etwa im Marktdurchschnitt wuchs (+8,5 Prozent), gingen der Umsatz der Originalpräparate in diesem Marktsegment um 5,6 Prozent zurück. Offenkundig hätten die Ärzte hier ihr Verordnungsverhalten, wo möglich auf preisgünstige Alternativen zurückzugreifen, auch nach Wegfall der Budgetierung nicht geändert, interpretiert Lederer diese Entwicklung.

Unverändert dynamisch ist die Entwicklung bei den reimportierten Arzneimitteln. Ihr Umsatz legte im vergangenen Jahr um 67 Prozent auf gut 1,3 Mrd. DM (670 Mio. EUR) zu. Reimportierte Arzneimittel sind Präparate, die zunächst für andere Märkte produziert, wieder nach Deutschland eingeführt und hierzulande angeboten werden. Lag der Anteil derartiger Medikamente am Gesamtmarkt im Jahr 2000 noch bei gut 2,8 Prozent, so erreichte er 2001 im Durchschnitt 4,3 Prozent. "Ein Blick in die Reimportentwicklung im Verlauf des letzten Jahres bestätigt unsere Prognose, dass der Reimportanteil im Dezember 2001 die Fünfprozentmarke mit einem Marktanteil von 5,1 Prozent überschritten hat", erklärte Lederer.

NDCHealth, ein börsennotierter führender US-amerikanischer und multinational arbeitender Informationsdienstleister im Gesundheitsmarkt mit weltweit mehr als 1.400 Beschäftigten, ist mehrheitlich an der deutschen NDCHealth GmbH & Co. KG beteiligt.

Jürgen Rost | ots

Weitere Berichte zu: Marktentwicklung Marktsegment

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Jobbörsen vergleichen: Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer wichtiger
11.03.2020 | PROFILO Rating-Agentur GmbH Lars Müller

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigungsausblick verbessert sich
26.02.2020 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breites Spektrum: Neuartiges Hybridmaterial erweist sich als effizienter Fotodetektor

Digitalkameras, aber auch viele andere elektronische Anwendungen benötigen lichtempfindliche Sensoren. Um den steigenden Bedarf an solchen optoelektronischen Bauteilen zu decken, sucht die Industrie nach neuen Halbleitermaterialien. Diese sollten nicht nur einen möglichst breiten Wellenlängenbereich erfassen, sondern auch preisgünstig sein. Ein in Dresden entwickeltes Hybridmaterial erfüllt beide Anforderungen. Himani Arora, Physik-Doktorandin am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), wies nach, dass sich eine metallorganische Verbindung als Breitband-Fotodetektor verwenden lässt. Da es keine teuren Rohstoffe enthält, kann es in großen Mengen preisgünstig produziert werden.

Metallorganische Gerüste (Metal-Organic Frameworks, MOFs) haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren zu einem gefragten Materialsystem entwickelt. Die...

Im Focus: Broad spectrum: Novel hybrid material proves an efficient photodetector

Digital cameras as well as many other electronic devices need light-sensitive sensors. In order to cater for the increasing demand for optoelectronic components of this kind, industry is searching for new semiconductor materials. They are not only supposed to cover a broad range of wavelengths but should also be inexpensive.

A hybrid material, developed in Dresden, fulfils both these requirements. Himani Arora, a physics PhD student at Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR),...

Im Focus: Langlebigere Satelliten, weniger Weltraumschrott

Forschende der Universität Stuttgart nehmen innovatives induktives Plasmatriebwerk auf Helicon-Basis in Betrieb

Erdbeobachtungssatelliten für niedrige Flughöhen, kleiner, leichter und billiger als herkömmliche Modelle: Das sind die Ziele des EU- Projekts „DISCOVERER“, an...

Im Focus: X-ray vision through the water window

The development of the first high-repetition-rate laser source that produces coherent soft x-rays spanning the entire 'water window' heralds the beginning of a new generation of attosecond technology

The ability to generate light pulses of sub-femtosecond duration, first demonstrated some 20 years ago, has given rise to an entirely new field: attosecond...

Im Focus: Innovative Technologien für Satelliten

Er kommt ohne Verkabelung aus und seine tragende Struktur ist gleichzeitig ein Akku: An einem derart raffiniert gebauten Kleinsatelliten arbeiten Forschungsteams aus Braunschweig und Würzburg. Für 2023 ist das Testen des Kleinsatelliten im Orbit geplant.

Manche Satelliten sind nur wenig größer als eine Milchtüte. Dieser Bautypus soll jetzt eine weiter vereinfachte Architektur bekommen und dadurch noch leichter...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Preisgekröntes Projektmanagement

09.04.2020 | Förderungen Preise

Breites Spektrum: Neuartiges Hybridmaterial erweist sich als effizienter Fotodetektor

09.04.2020 | Materialwissenschaften

Bayreuther Genetiker entdecken Regulationsmechanismus der Chromosomen-Vererbung

09.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics