Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konsumklima in Deutschland weiterhin frostig

29.09.2005


GfK-Studie bescheinigt Rückkehr zur Verunsicherung



Der hohe Anstieg des Ölpreises und die harten Wahlkampfauseinandersetzungen haben in Deutschland offenbar Spuren hinterlassen. Wies die Stimmung der Verbraucher im Vormonat noch positive Tendenzen auf, so äußerten sich einer neuen GfK-Studie zufolge wieder deutlich mehr Personen bezüglich ihrer Einkommenserwartung und ihrem Konsumverhalten pessimistisch.



Laut Rolf Bürkl vom Marktforschungsinstitut GfK lässt sich aus den Ergebnissen der Umfrage ein weiterer interessanter Trend ableiten: "Während die persönliche Einkommens- und Konsumsituation immer noch von Verunsicherung geprägt ist, zeichnet sich bei den gesamtwirtschaftlichen Konjunkturerwartungen ein durchaus positiver Trend ab." Angesichts stabilisierter Arbeitsmarktdaten und der spürbaren Zuversicht im Vorfeld der Wahlen sei eine positive Grundstimmung entstanden, die angesichts des jetzt bekannten Wahlausgang allerdings Gefahr laufe, wieder einen Dämpfer zu erhalten. Erkenntnisse über die Auswirkungen der Wahl und der schwierigen Regierungsbildung erwartet sich Bürkl erst von der in einem Monat veröffentlichten Nachfolgebetrachtung.

Die pessimistischen persönlichen Einkommenserwartungen sowie die damit verbundene negative Anschaffungsneigung führt Bürkl gegenüber pressetext auf die hohen Energie- und Benzinkosten zurück. Sie würden die privaten Haushalte um 6,8 Mrd. Euro zusätzlich belasten (180 Euro pro Haushalt/Jahr) und sich entsprechend negativ auf das Konsumverhalten auswirken. Weiters habe die im Zuge der Wahlauseinandersetzung stattgefundene Diskussion über angebliche neue Streichlisten, eine im Raum stehende Mehrwertsteuererhöhung sowie das Steuermodell von Kirchhoff zu neuen Verunsicherungen bei den Verbrauchern geführt, die sich direkt am Stimmungsbarometer ablesen ließen.

Laut Rükl weiterhin prominent vorhanden ist ein starkes Stimmungsgefälle zwischen den alten und neuen Bundesländern. So weise der Osten eine bei weitem pessimistischere Stimmungslage bezüglich Einkommenserwartung, Konsumneigung und Konjunkturerwartung auf, wenngleich bei letzterer eine überproportionale Verbesserung zum Vormonat registriert werden könne. Darüber hinaus gäbe es auch ein leichtes Nord-/Südgefälle, so Rükl weiter, mit beispielsweise besseren Werten für das Bundesland Baden-Würtemberg gegenüber Nordrhein-Westfalen.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.gfk.de

Weitere Berichte zu: Einkommenserwartung Konsumverhalten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsrisiko gesunken - IMK-Indikator hellt sich auf – robuster Aufschwung geht weiter
16.08.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index leicht rückläufig
24.07.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics