Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Plattform für Existenzgründer

16.08.2001


Auf Grund der Existenzgründerlehrstuhl-Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums und der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) konnten in den letzten drei Jahren in Deutschland zusammen mit privaten Unternehmen und Stiftungen bereits 42 Existenzgründerlehrstühle geschaffen werden.



Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Margareta Wolf und Dr. Michael Bornmann (Vorstand DtA) zusammen mit Prof. Dr. Heinz Klandt (Förderkreis Gründungs-Forschung - FGF) eine Zwischenbilanz dieser Initiative vor.



Staatssekretärin Wolf: " Der Gründungselan an unseren Hochschulen ist enorm. Etwa jeder zweite Erstsemestler will sich selbständig machen. Allerdings wagen nur 10 % der Hochschulabsolventen den Schritt - und das auch erst fünf Jahre nach dem Studium. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Studieninhalte künftig stärker auf Unternehmertum und Existenzgründung ausgerichtet werden."

Auch die jüngst von der Uni Regensburg vorgelegte Studie "Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?" zeigt, dass das Thema Selbständigkeit an deutschen Hochschulen ganz unterschiedlich behandelt wird; Studienberatung, Lehrangebot und Marketing zeigen häufig Schwächen. Existenzgründerlehrstühle können also nur ein erster Schritt sein.

Neben zahlreichen weiteren Maßnahmen richten BMWi, DtA und FGF daher jetzt eine Kommunikationsplattform - www.gruenderkontakte.net - ein, die die Kommunikation im Forschungsbereich zwischen Unternehmen und Hochschulen anregen und erweitern soll.

Wolf: "Die neue Plattform steht künftig den Hochschulen und Unternehmen als virtueller Marktplatz und Treffpunkt zur Verfügung. Sie wird die Kontaktaufnahme erleichtern, die richtigen Partner vermitteln, neue Ideen aus der Praxis in der Forschung aufgreifen und rasch in Marktprodukte umsetzen. Gern übernehme ich auch die Schirmherrschaft über den Förderkreis Gründungs-Forschung, mit dem Forschung, Lehre und Transfer zum Thema Unternehmensgründung gefördert werden sollen. Die Gründungsforschung in Deutschland hat viel zu lange ein Schattendasein geführt."

Dr. Bornmann: "Mit der Finanzierung von vier Gründerlehrstühlen in Oestrich/Winkel,  in München, Magdeburg und Leipzig leistet die DtA einen wichtigen Beitrag für eine neue Gründerkultur in Deutschland. Ihrer Rolle als Sprungbrett in die Selbständigkeit können Gründerlehrstühle aber nur gerecht werden, wenn auch das gesellschaftliche Bewusstsein in Deutschland stimmt. Bereits an Schulen muss eine positive Auseinandersetzung mit dem Thema unternehmerische Selbständigkeit erfolgen."

Prof. Dr. Klandt: "Die Initiative zur Errichtung von Existenzgründerlehrstühlen ist auf fruchtbaren Boden gefallen, wie der aktuelle FGF-Report zeigt. Immer mehr Hochschulen haben in den letzten drei Jahren erkannt, dass das Thema Existenzgründung ein lohneswertes ist. Der erfreuliche Aufwärtstrend macht Mut, wenn wir auch die Augen nicht vor den noch vielen weißen Flecken auf der Forschungslandkarte in Deutschland verschließen dürfen. Zahlreiche Fragen stehen noch zur Beantwortung an. Auch die Frage, wie die Existenzgründerlehrstühle nach Auslaufen der Sponsorengelder in 1-2 Jahren finanziert werden können."

| BMWi Newsletter

Weitere Berichte zu: DtA Existenzgründung Selbständigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Leichter Anstieg auf neuen Höchstwert
25.09.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Höchstwert trotz Handelskonflikt
27.08.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuer Werkstoff für den Bootsbau

Um die Entwicklung eines Leichtbaukonzepts für Sportboote und Yachten geht es in einem Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Mittelhessen. Prof. Dr. Stephan Marzi vom Gießener Institut für Mechanik und Materialforschung arbeitet dabei mit dem Bootsbauer Krake Catamarane aus dem thüringischen Apolda zusammen. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Anders Biel von der schwedischen Universität Karlstad und die Firma Lamera aus Göteborg. Den Projektbeitrag der THM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand mit 190.000 Euro.

Im modernen Bootsbau verwenden die Hersteller als Grundmaterial vorwiegend Duroplasten wie zum Beispiel glasfaserverstärkten Kunststoff. Das Material ist...

Im Focus: Novel Material for Shipbuilding

A new research project at the TH Mittelhessen focusses on the development of a novel light weight design concept for leisure boats and yachts. Professor Stephan Marzi from the THM Institute of Mechanics and Materials collaborates with Krake Catamarane, which is a shipyard located in Apolda, Thuringia.

The project is set up in an international cooperation with Professor Anders Biel from Karlstad University in Sweden and the Swedish company Lamera from...

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2019

14.10.2019 | Veranstaltungen

10. Weltkonferenz der Ecosystem Services Partnership an der Leibniz Universität Hannover

14.10.2019 | Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Technologiemodul senkt Ausschussrate von Mikrolinsen auf ein Minimum

14.10.2019 | Informationstechnologie

Diagnostik für alle

14.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Bayreuther Forscher entdecken stabiles hochenergetisches Material

14.10.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics