Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Viele der Chemnitzer Ex-Studenten bleiben in Sachsen

13.08.2001


Wirtschaftswissenschaftler legen erste Erkenntnisse der Absolventenbefragung 2001 vor

Das sind die Chemnitzer Studenten der Wirtschaftswissenschaften: Sie studieren im Durchschnitt elf Semester lang, finanzieren sich ihr Studium überwiegend selbst und werden aller Voraussicht nach hier in Sachsen ihren ersten Job finden. So lauten die ersten Ergebnisse der Absolventenbefragung 2001, die von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und mit Unterstützung der Stipendiatengruppe Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) durchgeführt wurde.

Unter Leitung von Professor Peter Pawlowsky, Inhaber der Professur Personal und Führung, wurden 287 Absolventen der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge angeschrieben, die seit 1996 ihr Studium beendet haben. Knapp 100 Ex-Studenten füllten den umfangreichen Fragebogen aus. Erstmals bestand für sie die Möglichkeit, auch über Internet an der Befragung teilzunehmen. Als besonders positiv bewerteten die Absolventen rückblickend die intensive Betreuung und Beratung. So fühlten sich über 80 Prozent der Ex-Studenten beim Schreiben ihrer Diplomarbeit sehr gut unterstützt. 74 Prozent der Befragten lobten die Freiräume zur aktiven Studiengestaltung, 73 Prozent die Kontakte zu den Mitstudenten und 69 Prozent zu den Lehrenden auch außerhalb der Vorlesungen oder Sprechzeiten. Die technische Ausstattung der Uni fanden 71 Prozent hervorragend. Als verbesserungswürdig empfanden 13 Prozent der Absolventen die studentischen Möglichkeiten zur hochschulpolitischen Einflussnahme und 29 Prozent die Teilnahme-Chancen an Forschungsprojekten.

Für mehr als drei Viertel aller Befragten (77 Prozent) war die Nähe zum Heimatort der Grund, sich für Chemnitz als Studienort zu entscheiden. Auch das gute Verhältnis zu den Professoren und die günstigen Mietpreise waren 62 Prozent bzw. 55 Prozent der Befragten überaus wichtig. Von Hochschulrankings ließen sich acht Prozent der Absolventen, die zwischen 1990 und 1994 ihr Studium aufnahmen, an die Chemnitzer Uni locken. Da die TU in den letzten Jahren immer wieder Spitzenplätze erreichte, dürften solche Ranglisten in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Absolventenstudie zeigt zudem, dass sich die meisten Absolventen (83 Prozent) ihr Studium hauptsächlich durch Nebenjobs finanziert haben. Darüber hinaus wurden drei Viertel der Befragten von den Eltern unterstützt. 54 Prozent der Ex-Wirtschaftsstudenten waren BAföG-Empfänger.

Besonders erfreulich ist, dass die meisten Absolventen (61 Prozent) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bislang im Freistaat Sachsen ihren ersten Job gefunden haben. Während fast ein Drittel der Befragten (32 Prozent) ihren Berufseinstieg in den alten Bundesländer wagten, waren es nur fünf Prozent im übrigen Ostdeutschland und zwei Prozent in Berlin.

Seit 1996 wird die Absolventenbefragung aller zwei Jahre durchgeführt. "Mit diesem Instrument lässt sich die universitäre Ausbildung an den Anforderungen der Berufspraxis messen", erläutert Prof. Peter Pawlowsky. "Die Befragung ehemaliger Studenten ermöglicht Rückschlüsse auf Stärken und Schwächen der Hochschulausbildung und informiert über den Verbleib der Absolventen der TU Chemnitz." Im Herbst dieses Jahres wird eine vollständige Auswertung der Untersuchung als Broschüre erhältlich sein.

Weitere Informationen gibt Dipl.-Soziologin Daniela Häuser, Professur Personal und Führung, unter Telefon (0371) 531 49 39.

Alexander Friebel | idw

Weitere Berichte zu: Wirtschaftswissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das erste Quartal: Weiterhin hoher Bestand an offenen Stellen
14.05.2019 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Welthandel deutlich zurückgegangen
26.03.2019 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hamburger und Kieler Forschende beobachten spontanes Auftreten von Skyrmionen in atomar dünnen Kobaltfilmen

Seit ihrer experimentellen Entdeckung sind magnetische Skyrmionen – winzige magnetische Knoten – in den Fokus der Forschung gerückt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg und Kiel konnten nun zeigen, dass sich einzelne magnetische Skyrmionen mit einem Durchmesser von nur wenigen Nanometern in magnetischen Metallfilmen auch ohne ein äußeres Magnetfeld stabilisieren lassen. Über ihre Entdeckung berichten sie in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Die Existenz magnetischer Skyrmionen als teilchenartige Objekte ist bereits vor 30 Jahren von theoretischen Physikern vorhergesagt worden, konnte aber erst...

Im Focus: Hamburg and Kiel researchers observe spontaneous occurrence of skyrmions in atomically thin cobalt films

Since their experimental discovery, magnetic skyrmions - tiny magnetic knots - have moved into the focus of research. Scientists from Hamburg and Kiel have now been able to show that individual magnetic skyrmions with a diameter of only a few nanometres can be stabilised in magnetic metal films even without an external magnetic field. They report on their discovery in the journal Nature Communications.

The existence of magnetic skyrmions as particle-like objects was predicted 30 years ago by theoretical physicists, but could only be proven experimentally in...

Im Focus: Physicists create world's smallest engine

Theoretical physicists at Trinity College Dublin are among an international collaboration that has built the world's smallest engine - which, as a single calcium ion, is approximately ten billion times smaller than a car engine.

Work performed by Professor John Goold's QuSys group in Trinity's School of Physics describes the science behind this tiny motor.

Im Focus: Die verschränkte Zeit der Quantengravitation

Die Theorien der Quantenmechanik und der Gravitation sind dafür bekannt, trotz der Bemühungen unzähliger PhysikerInnen in den letzten 50 Jahren, miteinander inkompatibel zu sein. Vor kurzem ist es jedoch einem internationalen Forschungsteam von PhysikerInnen der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Universität Queensland (AUS) und dem Stevens Institute of Technology (USA) gelungen, wichtige Bestandteile der beiden Theorien, die den Verlauf der Zeit beschreiben, zu verbinden. Sie fanden heraus, dass die zeitliche Abfolge von Ereignissen echte Quanteneigenschaften aufweisen kann.

Der allgemeinen Relativitätstheorie zufolge verlangsamt die Anwesenheit eines schweren Körpers die Zeit. Das bedeutet, dass eine Uhr in der Nähe eines schweren...

Im Focus: Quantencomputer sollen tragbar werden

Infineon Austria forscht gemeinsam mit der Universität Innsbruck, der ETH Zürich und Interactive Fully Electrical Vehicles SRL an konkreten Fragestellungen zum kommerziellen Einsatz von Quantencomputern. Mit neuen Innovationen im Design und in der Fertigung wollen die Partner aus Hochschulen und Industrie leistbare Bauelemente für Quantencomputer entwickeln.

Ionenfallen haben sich als sehr erfolgreiche Technologie für die Kontrolle und Manipulation von Quantenteilchen erwiesen. Sie bilden heute das Herzstück der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

GAIN 2019: Das größte Netzwerktreffen deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler startet in den USA

22.08.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz auf der MS Wissenschaft

22.08.2019 | Veranstaltungen

Informatik-Tagung vom 26. bis 30. August 2019 in Aachen

21.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

5G macht die Produktion smarter

23.08.2019 | Informationstechnologie

Wärmekraftmaschinen in der Mikrowelt

23.08.2019 | Physik Astronomie

Auf dem Prüfstand: Automatisierte Induktionsthermographie zur Oberflächenrissprüfung von Schmiedeteilen

23.08.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics