Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vernetzt und erfolgreich - Standorte im Vergleich

30.12.2004


Volkswagenstiftung fördert grenzüberschreitendes Forschungsprojekt zu Innovationssystemen



Jena gilt als Silicon Valley des Ostens, freie Flächen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen sind hier nur schwer zu haben. Das nur wenige Kilometer entfernte Weimar oder die Region um Apolda dagegen machen kaum als Technologiehochburg von sich reden. Und mit freien Gewerbegebieten können Gemeinden in Ost- oder Nordthüringen hausieren gehen. Die Frage, warum Innovationssysteme an einem Ort entstehen und wachsen, in anderen Regionen jedoch nicht zustande kommen, beschäftigt Prof. Dr. Uwe Cantner von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und seine Kollegen seit geraumer Zeit.

... mehr zu:
»Vernetzt


Mit finanzieller Unterstützung der VolkswagenStiftung will der Professor für Volkswirtschaftslehre nun in einem neuen grenzüberschreitenden Forschungsprojekt dem Geheimnis so genannter Regionaler Innovationskerne oder Technologie-Cluster auf den Grund gehen. "Gemeinsam mit Kollegen der Universität Kassel und der Université de Nice-Sophia Antipolis in Frankreich wollen wir das Problem wissenschaftlich untersuchen und aufklären", sagt Cantner. Ziel ist es, die Prozesse innerhalb und die Dynamik von Innovationssystemen besser zu verstehen.

"Bisher haben Innovationsökonomen einzelne Netzwerke identifiziert. Wir haben untersucht, was die Akteure unternommen und welche Erfolge sie erzielt haben", erklärt der Jenaer Volkswirt. Die zentrale Frage sei jedoch: Wie entwickeln sich diese Innovationsnetzwerke und wie wirken dabei Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen? Um dies heraus zu finden, wollen die Forscher eine Vergleichsstudie durchführen. Dafür haben sie drei sehr unterschiedliche Regionen ausgewählt: Jena, Kassel/Nordhessen und Sophia Antipolis. "Jena ist ein historisch gewachsenes Industrie- und Technologiezentrum, das sich auch nach dem Übergang vom plan- zum privatwirtschaftlichen System behauptet hat", sagt Cantner. In Kassel/Nordhessen sei "nicht viel von einem Technologienetzwerk zu finden". Das französische Valbonne dagegen könne mit "Sofia Antipolis" in der Nähe von Nizza ein politisch gewolltes, konstruiertes und mittlerweile sehr erfolgreiches Technologieentwicklungszentrum aufweisen.

343.000 Euro stellt die Volkswagenstiftung für das internationale Forschungsprojekt zu Innovationssystemen in den nächsten beiden Jahren zur Verfügung. In einer ersten Stufe wollen dabei die Wissenschaftler empirische Daten zu den Zentren und ihren Akteuren sammeln. In einer zweiten Phase soll ein Simulationsmodell erstellt werden, das Handlungsanleitungen unter anderem für die Politik geben könnte, schaut Cantner in die Zukunft.

Kontakt:

Prof. Dr. Uwe Cantner
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Jena
Tel.: 03641 / 943200
Fax: 03641 / 943202
E-Mail: uwe.cantner@wiwi.uni-jena.de

Prof. Dr. Frank Beckenbach
Universität Kassel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Tel.: 0561 / 8043883
Fax: 0561 / 804-3/3882
E-Mail: beckenbach@wirtschaft.uni-kassel.de

Prof. Dr. Jean-Luc Gaffard
Université de Nice - Sophia Antipolis
Institut de Droit et d´Economie de la Firme et de l´Industrie
Tel.: +33 / (0)493 / 954233
Fax: +33 / (0)493 / 654122
E-Mail: gaffard@idefi.cnrs.fr

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

Weitere Berichte zu: Vernetzt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Boom der deutschen Wirtschaft derzeit wahrscheinlicher als eine Rezession
19.09.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht KMU haben die "Generation 50+" fest im Blick
29.08.2018 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics