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Forschungsprojekt zur besseren Fahrzeugauslastung im LKW-Verkehr

04.07.2013
Das Institut Verkehr und Raum hat Fördermittel für ein Forschungsprojekt zur Untersuchung des LKW-Verkehrs erhalten.

Mit einem Projektvolumen von ca. 420.000 Euro wird am Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule das Projekt „Entwicklung und Erprobung produktivitäts- und effizienzsteigernder Lösungen zur intelligenten Vernetzung nationaler Ladungsverkehre (I-LAN)“ gefördert.

Der entsprechende Förderbescheid des Förderprogramms „Ingenieurnachwuchs“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ging der Fachhochschule Erfurt jetzt zu. Das Projekt läuft über vier Jahre und bezieht führende Speditionen, Speditionskooperationen und Softwareentwickler aus Thüringen und Deutschland ein. Konkret werden im Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule zwei Doktoranden unter Leitung der Professoren Gather und Dashkovskiy arbeiten.

Bislang ist es im Speditionsbetrieb üblich, dass eine Fahrer-Fahrzeug-Bindung existiert. Damit ist die Fahrerarbeitszeit (begrenzte Lenkzeiten!) mit der Fahrzeugeinsatzzeit gekoppelt. Experten gehen davon aus, dass auf diese Weise das Produktionsmittel LKW weniger als 30% zeitlich ausgelastet wird.

Um die Transportbranche zu standardisieren und zu industrialisieren und damit der Entwicklung im Auftraggeberbereich nachzukommen, ist die Möglichkeit des Fahrerwechsels eine Lösung. I-LAN untersucht, ob und welche Vorteile durch eine sequentielle Mehrfachbesetzung von LKW in Ladungsnetzwerken erreicht werden können. Notwendig wird dabei eine Fahrer-Fahrzeug-Entkoppelung, die durch die Einführung unternehmensübergreifender und vor allem variabler Begegnungsverkehre gewährleistet werden soll.

Für die Fahrer hieße das, dass sie nur noch einen bestimmten Aktionsradius haben, an dessen Grenzen analog der Stückgut- und Paketsysteme Transportgefäße getauscht werden. Laut Professor Gather würde dann ein Transportauftrag durch dynamisch installierte Begegnungsverkehre von verschiedenen Teilnehmern des zu entwickelnden Netzwerks getragen. Der Aktionsradius selbst wiederum erlaubt eine tägliche Heimkehr des Fahrzeugs zum Depot und somit einen Fahrerwechsel „zu Hause“.

Wird das Konzept umgesetzt, so muss der gesamte Ladungsverkehr neu organisiert und geplant werden. Effekte wären eine deutliche Produktivitätssteigerung durch längere Einsatzzeiten jedes Fahrzeugs, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Fahrern, die effizientere Nutzung der existierenden Infrastruktur sowie mittelfristig eine Verlagerung des Hauptlaufs der Transporte auf umweltverträglichere Verkehrsmittel, vor allem auf die Bahn.

Kontakt:
Prof. Dr. Gather,
gather@fh-erfurt.de

Roland Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.verkehr-und-raum.de

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