Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesregierung fördert umweltfreundliche Logistikzentren und moderne Binnenschiffe

25.01.2007
Gabriel: Umwelt-Innovationen im Verkehr rechnen sich

Auf gemeinsame Initiative von Bundesumweltministerium und Bundeswirt-schaftsministerium wurden im Rahmen des bestehenden ERP-Umwelt- und Energiesparprogramms zwei neue Förderprogramme im Verkehrsbereich ein-gerichtet. Das betrifft die Errichtung von umweltfreundlichen Citylogistikzentren in Verbindung mit der Beschaffung von emissions- und lärmarmen Fahrzeugen für den Verteilerverkehr sowie die Förderung von emissionsarmen und flussverträglichen Binnenschiffen.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßte diesen Schritt. "Damit werden Innovationen im Verkehrsbereich, die wir als Pilotprojekte im Rahmen des BMU-Umwelt¬innova¬tionsprogramms in großem Umfang mitfinanziert haben, in die Breite getragen. Wir brauchen keine Einzellösungen, sondern eine Technik, die für alle verfügbar ist, die sich wirtschaftlich rechnet und die gleichzeitig bessere als die gesetzlich vorgeschriebenen Umweltstandards erfüllt. Nur dann werden wir auf Dauer mit Umwelttechnik made in Germany Exportweltmeister bleiben", sagte Gabriel. Darüber hinaus wird mit der Förderung von Citylogistik- bzw. Güterverkehrszentren ein Wunsch der Umweltministerkonferenz erfüllt, finanzielle Unterstützung für Maßnahmen zur Senkung der Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Innenstädten und Ballungsräumen für diese Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Der Einsatz von emissionsarmen Fahrzeugen für die Verteilung von Waren und Dienstleistungen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit von Investitionsvorhaben wie großen Logistikzentren. Denn die regelmäßige Überschreitung der seit 2005 geltenden EU-Luftqualitätsgrenzwerte für Feinstaub in einer Reihe von Großstädten erfordert Maßnahmen wie beispielsweise die geplante Einrichtung von Umweltzonen. Von den entsprechenden Verkehrsbeschränkungen ist der Verteilerverkehr nicht automatisch ausgenommen. Mit besonders umweltfreundlichen Fahrzeugen kann die Versorgungssicherheit gewährleistet werden.

Mit dem zweiten Förderschwerpunkt soll der Einsatz von Abgasreinigungstechnik wie Partikelfilter und Stickoxidminderungstechnik in Binnenschiffen und damit die Modernisierung der deutschen Binnenschiffflotte insgesamt vorangetrieben werden. Die derzeitige Flotte, die zum Teil 40 Jahre und älter ist, verfügt zumeist über keine Abgasreinigungstechnik und trägt damit zur Luftbelastung an Hafenstandorten und entlang großer Flüsse bei. Die Mineralölwirtschaft hat zugesagt, das notwendige Angebot an schwefelfreiem Schiffsdiesel in den kommenden Jahren zu verbessern. So soll der umweltfreundliche Verkehrsträger Binnenschifffahrt attraktiver und fit für die Zukunft gemacht werden. Mit der Förderung flussverträglicher Schiffe wird nicht nur die Natur geschont, sondern auch die Wirtschaftlichkeit verbessert, da ein Betrieb auch bei Niedrigwasser ermöglicht wird. Die ersten vom BMU geförderten Schiffe dieser Art werden noch in diesem Jahr ihren regulären Betrieb aufnehmen.

Die zinsgünstigen Kredite im Rahmen des ERP-Programms werden über die Hausbanken bei der KfW-Bankengruppe beantragt.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Abgasreinigungstechnik Binnenschiff Logistikzentrum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verkehr Logistik:

nachricht Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel
19.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

nachricht Neue Akteure, Standardisierung und Digitalisierung für mehr Güterverkehr auf der Schiene
16.07.2018 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verkehr Logistik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics