Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapid Manufacturing findet neue Anwendung in der Innenarchitektur

22.09.2005


In Leuven, dem belgischen Hauptsitz der Firma Materialise, beginnt derzeit die kommerzielle Produktion von höchst innovativen Lampen. Die Designerobjekte werden mittels Kunststoff-Laser-Sinter-Anlagen des Marktführers EOS Electro Optical Systems hergestellt. Das ursprüngliche Rapid Prototyping Verfahren ist zu einer Technologie für die losgrößenangepasste Fertigung gereift, auch für Endprodukte und Ersatzteile. Laser-Sintern lässt Produkte direkt aus CAD Daten entstehen – und kommt dabei ganz ohne Werkzeuge und Formen aus.


Ein großer Vorteil der Technologie ist ihr Potential zur kundenindividuellen Produktion. Die Lampen können in beliebigem Design angefertigt werden, je nach Kundenwunsch. Bei Änderungen wird lediglich der virtuelle Datensatz angepasst. Die Daten werden dann an eine Anlage zum Kunststoff-Laser-Sintern geschickt. Materialise verfügt über zwei Modelle, eine EOSINT P 380 sowie eine EOSINT P 700. Die letztere ist in der Lage, Bauteile in Abmessungen von 700 x 380 x 580 mm zu produzieren – das entspricht einer Bauraumdiagonale von mehr als einem Meter. Entworfen werden die trendigen Produkte von dem britischen Designer Lionel Theodore Dean, Eigentümer der Firma FutureFactories.

„Dies ist der erste Schritt hin zur weitverbreiteten, kundenindividuellen Produktion. Laser-Sintern wird den Herstellungsprozess revolutionieren, wie Innenausstatter und Designer ihre Kollektionen und limitierten Auflagen kreieren, um zukünftigen Kundenwünschen gerecht zu werden“, so die Vision von Dean.


„Das ultimative Ziel ist es, eine neue Ära von individualisierten Designs auszulösen, bei denen wir nicht nur in der Lage sind, den Wünschen des Kunden gerecht zu werden, sondern deren Vorstellungen sogar zu übertreffen.“

Dean setzt dabei verstärkt auf das Kunststoff-Laser-Sintern. Dabei hat er schnell die Möglichkeiten der Technologie erkannt: So zum Beispiel die enorme Komplexität, die er mit Laser-Sintern in all seine Produkte integrieren kann. Dean gibt zu: Seine exklusiven Leuchten wären mit konventionellen Herstellungsmethoden wie Formen oder maschinelle Bearbeitung niemals herzustellen.

Auf dem Markt gibt es derzeit verschiedene Verfahren für Rapid Prototyping und Manufacturing. Für Dean ist klar, dass Laser-Sintern die beste Wahl für seine Objekte ist. Vor einigen Jahren begann er bereits mit dem Einsatz eines relativ simplen 3D Papiersystems. Später setzte er Thermojet Printing ein, um Feingussmodelle für komplexe Metallteile zu produzieren. Bei seinen Leuchtobjekten ist jedoch die Lichtdurchlässigkeit von entscheidender Bedeutung. Lasergesinterter Kunststoff hat sich hier als idealer Werkstoff erwiesen. Dean fährt fort: „Materialise verfügt auch über Stereolithographie-Anlagen. Laser-Sintern erlaubt aber eine höhere Funktionalität bei meinen Modellen. Ebenso bietet der Prozess eine höhere Flexibilität, da keine Supportstrukturen notwendig sind.

„Ich kann Wandstärken von 0,5 mm erreichen, die robust genug für den praktischen Einsatz sind. Somit muss ich keine Partien nachbearbeiten. Das ist sehr erfreulich, da eine Nachbearbeitung immer Kompromisse bei der Lichtübertragung bedeutet. Und um die einzelnen Komponenten zusammen zu halten, ist eine Befestigung mit Klammern völlig ausreichend.
„EOS UK war mir eine große Hilfe. Das Team hat ein 50µm Polyamid als optimales Material für meine Anwendungen identifiziert. Das Pulver verfügt über einen hohen Wärmewiderstand und behaupt sich sehr gut bei mechanischen Belastungen.“

Die Lampenmodelle ‘creepers’ und ‘RGB’ von FutureFactories werden bereits kommerziell in Leuven produziert (siehe auch www.futurefactories.com). Das neue Modell ‘Tuber9’ wird in Kürze folgen. In der Zwischenzeit wurde die Lichtquelle in extravaganter Form in das Museum of Modern Art (MoMA) in New York aufgenommen, wo sie ihren dauerhaften Platz in der Designer Collection gefunden hat.

Über EOS

EOS wurde 1989 gegründet und ist heute Weltmarktführer im Bereich Laser-Sintern. Laser-Sintern ist die Schlüsseltechnologie für e-Manufacturing™. Dabei steht e-Manufacturing™ für die schnelle, flexible und kostengünstige Produktion von Produkten, Modellen oder Werkzeugen in jeder Phase des Produktlebenszyklus, direkt aus elektronischen Daten. Innovative Firmen aus den verschiedensten Industriezweigen nutzen EOSINT Laser-Sinter-Systeme, um ihre Produktentwicklung zu beschleunigen und den Produktionsprozess zu modernisieren. Durch intelligenten Einsatz der Technologie sichern sie sich ihren entscheidenden Wettbewerbsvorteil. EOS hat sein letztes Geschäftsjahr mit einem Umsatz von mehr als 43 Millionen Euro abgeschlossen. Seit 1999 verzeichnet das Unternehmen ein durchschnittliches Wachstum von 22% jährlich. Für seine Innovationskraft erhielt EOS kürzlich den TOP 100 Award, der den Technologieführer als eines der 100 innovativsten Firmen im deutschen Mittelstand auszeichnet.

Martina Methner
EOS GmbH Electro Optical Systems
Robert-Stirling-Ring 1
D-82152 Krailling
Tel.: +49 89 893 36-134, Fax: +49 89 893 36-288
Email: martina.methner@eos.info

Martina Methner | EOS GmbH
Weitere Informationen:
http://www.eos.info

Weitere Berichte zu: EOSINT Kunststoff-Laser-Sinter Laser-Sinter Manufacturing Rapid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues, umweltschonendes Laserbeschichtungsverfahren senkt Herstellungskosten elektrischer Kontakte
21.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Mit Polyphosphat gegen die Plastikberge in den Weltmeeren
03.09.2018 | Fachhochschule Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weichenstellung für Axonverzweigungen

Unser Gehirn ist ein komplexes Netzwerk aus unzähligen verknüpften Nervenzellen. Diese haben lange verzweigte Fortsätze, sogenannte Axone, um die Anzahl der möglichen Interaktionen zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Portugal und Frankreich untersuchten Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) die Prozesse, die zu solch Zellverzweigungen führen. Sie fanden einen neuartigen Mechanismus, der die Verzweigung von Mikrotubuli, einem mechanischen Stabilisierungssystems in den Zellen, und somit der Axone auslöst. Wie die Forscher in Nature Cell Biology berichten, spielt die neu entdeckte Mikrotubuli-Dynamik eine Schlüsselrolle bei der neuronalen Entwicklung.

Von den Zweigen eines Baums bis hin zur Eisenbahnweiche – unsere Umwelt ist voller starrer verzweigter Objekte. Sie sind so allgegenwärtig in unserem Leben,...

Im Focus: Working the switches for axon branching

Our brain is a complex network with innumerable connections between cells. Neuronal cells have long thin extensions, so-called axons, which are branched to increase the number of interactions. Researchers at the Max Planck Institute of Biochemistry (MPIB) have collaborated with researchers from Portugal and France to study cellular branching processes. They demonstrated a novel mechanism that induces branching of microtubules, an intracellular support system. The newly discovered dynamics of microtubules has a key role in neuronal development. The results were recently published in the journal Nature Cell Biology.

From the twigs of trees to railroad switches – our environment teems with rigid branched objects. These objects are so omnipresent in our lives, we barely...

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Intelligentes Order Management in einer einzigen Software

26.09.2018 | Informationstechnologie

Weichenstellung für Axonverzweigungen

26.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Biosolarzelle produziert Wasserstoff

26.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics