Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sauberes Schneiden von Glas: Laser-Prototypenanlage auf der Messe Glasstec

23.09.2004


Das Forschungskonsortium MATRA unter der Koordination des Laser Zentrum Hannover e.V. hat eine Prototypenanlage entwickelt, mit der Flachglasscheiben und Hohlglas mittels Laserstrahlung getrennt werden können. Der Prototyp wird erstmalig auf der Sondershow "Glass Technology Live" auf der Messe Glasstec (9.-13.11.04) in Düsseldorf vorgestellt.



Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Glasbauteile in einem Arbeitsgang getrennt werden, wobei die erreichbare Kantenqualität mit der polierter Glaskanten vergleichbar ist. Da keine Mikrorisse oder Splitter erzeugt werden, werden höhere Bauteilfestigkeiten als beim konventionellen Glasschneiden erreicht. Bei diesem Verfahren entfällt der Brechprozess und weitere Nachbearbeitungsschritte. Der Prozess ist absolut emissionsfrei und benötigt keine zusätzlichen Kühlmedien wie bei anderen Lasertrennverfahren. Somit kann das Trennen in der Prozesskette nach sensiblen Fertigungsschritten durchgeführt werden.



Das am Laser Zentrum Hannover e.V. entwickelte MLBA-Verfahren (Multiple Laser Beam Absorption) erlaubt das Trennen von Flach- und Hohlgläsern bis zu 12 mm Dicke. Weitere Vorteile des MLBA-Verfahrens sind das Schneiden von industriell relevanten Konturen (z. B. PKW-Spiegel und Fenster) und das simultane Schneiden von übereinander gestapelten Flachgläsern.

Zusammen mit den internationalen Partnern ARC International (Frankreich), Bottero S.p.A. (Italien), Schott Spezialglas AG (Deutschland) und Thales Optics (England) wird die Anlage im Rahmen eines Forschungsprojektes der Europäischen Union weiterentwickelt. Der Prototyp ist auf der Glasstec in Halle 11, Stand B 32 zu besichtigen. Das Forschungskonsortium unter dem Projektnamen MATRA (Machining of Transparent Materials by Multiple Absorption) finden Sie ebenfalls auf der Glasstec (Halle 11, Stand A42). Weitere Informationen zum Prozess und zum Prototypen erhalten Sie unter www.matra.laser-zentrum-hannover.de.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bt@lzh.de
http://www.lzh.de

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Auf www.lzh.de unter Publikationen/Pressemitteilungen können Sie alle Pressemitteilungen aus dem LZH finden. Die Texte sind mit Datum und Titel gekennzeichnet. Manche Texte haben auch Bilder zum Downloaden, ebenfalls mit Datum und Titel gekennzeichnet.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de/

Weitere Berichte zu: Glasstec MATRA MLBA-Verfahren Prozess Schneiden

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Verfahrenstechnologie:

nachricht Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen
12.07.2018 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

nachricht Neue Technologie für ultraglatte Polymerfolien
27.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics