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Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017

Entwicklung moderner Funktionsmaterialien und Werkstoffe mit vereinten Kräften – Materialforschungstag Mittelhessen am 28. Juni 2017

Das Zentrum für Materialforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und das Wissenschaftliche Zentrum für Materialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg laden zum 11. Materialforschungstag Mittelhessen in das neue Chemiegebäude der JLU ein: Mehr als 200 Materialforscherinnen und Materialforscher aus Marburg und Gießen präsentieren und diskutieren am 28. Juni 2017 ab 9 Uhr ihre Arbeiten und Ergebnisse.

Die Materialforschung ist international eines der besonders dynamischen Wissenschaftsgebiete mit enormer Bedeutung für zahlreiche Technologien – von medizinischen Reparaturtechnologien über elektrochemische und Halbleiter-Technologien bis hin zur Raumfahrt.

Die weiter wachsende wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von modernen Materialien – also von Stoffen oder Stoffkombinationen, die für spezielle Funktionen hergestellt und optimiert wurden – hat dazu geführt, dass an den drei im Forschungscampus Mittelhessen vernetzten Hochschulen (Justus-Liebig-Universität Gießen, Technische Hochschule Mittelhessen und Phillips-Universität-Marburg) mittlerweile etwa fünfzig Arbeitsgruppen mit mehr als 250 Doktorandinnen und Doktoranden an der Entwicklung und Untersuchung von modernen Funktionsmaterialien und Werkstoffen arbeiten.

Über die Grenzen der Fachgebiete hinweg forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit universitären und außeruniversitären Partnern an den naturwissenschaftlichen Grundlagen und an den Anwendungen moderner Materialtechnologien – sowohl mit experimentellen als auch theoretischen Methoden.

Wichtige Themenfelder der mittelhessischen Arbeitsgruppen sind die chemische und elektrochemische Stoffspeicherung, die Erforschung von Substitutionskonzepten für nachhaltige und ressourceneffiziente Materialien, aber auch die Weiterentwicklung von Halbleitern und anderen Funktionsmaterialien zum Beispiel im Bereich der Photonik, Optoelektronik und Elektronik sowie auf dem Gebiet der Biomaterialien.

Für das Vortragsprogramm konnten mit Prof. Dr. Josef Breu (Universität Bayreuth) und mit Dr. Ilia Valov (RWTH Aachen/Forschungszentrum Jülich) zwei international renommierte Wissenschaftler gewonnen werden. Josef Breu ist Experte für Nanokomposite, die beispielsweise als Schutzschichten für empfindliche elektronische Bauteile eingesetzt werden können.

Ilia Valov hat an der JLU promoviert und forscht nun am Forschungszentrum Jülich an modernen Speicherzellen, die ihren Einsatz in zukünftigen Computern finden könnten. Zusätzlich werden Gießener und Marburger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler ihre Arbeiten in Vorträgen und im Rahmen einer großen Posterschau präsentieren.

Der Materialforschungstag Mittelhessen findet im jährlichen Wechsel an der Philipps-Universität und an der Justus-Liebig-Universität statt und stärkt die regionale Vernetzung und Zusammenarbeit. Um die Kooperation zwischen dem Wissenschaftlichen Zentrum für Materialwissenschaften (WZMW) und dem Zentrum für Materialforschung (ZfM) zu intensivieren, treffen sich im Anschluss an das wissenschaftliche Tagungsprogramm die Arbeitsgruppenleiterinnen und -leiter beider Einrichtungen.

Das Zentrum für Materialforschung (ZfM, hervorgegangen aus dem Laboratorium für Materialforschung LaMa) und das Wissenschaftliche Zentrum für Materialwissenschaften (WZMW) sind interdisziplinäre Forschungszentren der Universitäten Gießen bzw. Marburg.
Sie bündeln jeweils die Forschungs- und Lehrkompetenzen der Arbeitsgruppen der Fachgebiete Chemie und Physik auf dem Gebiet der Materialwissenschaft. Die Zentren organisieren die gemeinsame Nutzung wissenschaftlicher Großgeräte durch die beteiligten Arbeitsgruppen, initiieren und koordinieren interdisziplinäre Forschungsprojekte und unterstützen die Lehre in den materialwissenschaftlichen Studiengängen sowie die Fortbildung der Promovierenden.

Termin:
11. Materialforschungstag Mittelhessen
Mittwoch, 28. Juni 2017, 9 Uhr
Instituts- und Hörsaalgebäude Chemie, Hörsaal C 5b und Foyer
Heinrich-Buff-Ring 17-19, 35392 Gießen

Kontakt:
Dr. Thomas Leichtweiß
Zentrum für Materialforschung
Heinrich-Buff-Ring 16, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-33601
E-Mail: thomas.leichtweiss@materialwiss.uni-giessen.de

Prof. Dr. Kerstin Volz
Wissenschaftliches Zentrum für Materialwissenschaften
Hans Meerwein Straße 6, 35032 Marburg
Telefon: 06421 2822297
E-Mail: kerstin.volz@physik.uni-marburg.de

Medienkontakte:
Justus-Liebig-Universität Gießen
Pressestelle
Ludwigstr. 23
35390 Gießen
T: 0641 99-12041
E: pressestelle@uni-giessen.de
I: www.uni-giessen.de


Forschungscampus Mittelhessen
Geschäftsstelle
Senckenbergstraße 3
35390 Gießen
T: 0641 99-16481
E: geschaeftsstelle-fcmh@fcmh.de
I: www.fcmh.de

Der Forschungscampus Mittelhessen ist eine hochschulübergreifende Einrichtung nach §47 des Hessischen Hochschulgesetzes der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen zur Stärkung der regionalen Verbundbildung in der Forschung, Nachwuchsförderung und Forschungsinfrastruktur.

Weitere Informationen:

http://www.uni-giessen.de/zfm

Lisa Dittrich | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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