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Tagung GeoMonitoring zum dritten Mal an der TU Clausthal ausgerichtet

05.03.2018

Ob durch Hangrutschungen in Gebirgsregionen, das Einbrechen alter Schächte oder – wie zuletzt – das Absacken der Ostsee-Autobahn A 20 auf einer Fläche von Sporthallengröße: Georisiken gibt es in vielfältiger Form. Deren Auswirkungen zu reduzieren, hat sich die Tagungsreihe GeoMonitoring zum Ziel gesetzt. Anfang März fand die Konferenz nach 2011 und 2015 bereits zum dritten Mal in der Aula Academica der TU Clausthal statt.

In der Tagungsreihe geht es sowohl um die Überwachung geometrischer Veränderungen von natürlichen Objekten, zum Beispiel der Nordseeküste, als auch von künstlichen, etwa Straßen und Gebäude. Dazu verknüpft das Geomonitoring Beobachtungsverfahren und Prozessmodellierung, also Messverfahren und Modelle. Um sich über neueste Technologien und Anwendungen auf diesem Gebiet auszutauschen sowie Kontakte zu pflegen, waren 120 Teilnehmende aus Österreich, der Schweiz und vor allem aus Deutschland in den Oberharz gekommen.


Die Tagung GeoMonitoring ist zum dritten Mal an der TU Clausthal und zum sechsten Mal insgesamt ausgerichtet worden.

TU Clausthal

Ausgerichtet wurde die zweitägige, interdisziplinäre Veranstaltung von Professor Wolfgang Busch und seinem Team des Instituts für Geotechnik und Markscheidewesen (IGMC). Die gesamte Tagungsreihe wird neben dem Institut der TU Clausthal von den Geodätischen Instituten der Universitäten Braunschweig und Hannover getragen.

Diese beiden Standorte eingerechnet, hat die Konferenz inzwischen sechs Mal stattgefunden und sich damit etabliert. Auf der aktuellen Tagung beschäftigten sich 23 Fachvorträge mit der messtechnischen Überwachung von Gebäudedeformationen und Bodenbewegungen. Bevorzugt eingesetzte Messverfahren sind das Laserscanning, GPS und die Radarinterferometrie. Eine Ausstellung, auf der Unternehmen ihre Produkte und Wissenschaftler auf Postern ihre Projekte vorstellten, rundete das Programm ab.

„Ein fachlicher Schwerpunkt der diesjährigen Tagung ergab sich aus der kostenlosen Nutzung von Daten des neuen europäischen Radarsatelliten Sentinel-1 der Europäischen Raumfahrtagentur ESA“, so Professor Busch. Die Daten können insbesondere für die landesweite Erfassung von Bodenbewegungen mittels der satellitengestützten Radarinterferometrie genutzt werden.

Nach Buschs Worten wird diese Entwicklung und Anwendung maßgeblich vom Clausthaler IGMC vorangetrieben und unterstützt. Ein zweiter Schwerpunkt bezog sich auf den Einsatz terrestrischer Laserscanner, die auf Flugzeugen installiert werden und so groß- und kleinräumige Verformung bestimmen können. Je nach eingesetzter Technologie erlaubt das Geomonitoring Bodenveränderungen im Zentimeter- bzw. Millimeterbereich zu erkennen.

Einen gesellschaftlichen Höhenpunkt erlebten die Tagungsteilnehmer durch die Abendveranstaltung im historischen Glückauf-Saal mit dem obligatorischen Clausthaler Mitternachtsschrei. Dazu hatte sich ganz unterschiedliche Berufsgruppen versammelt: Geodäten, Markscheider, Bauingenieure und Geotechniker, Geologen, Geophysiker und Geographen. Ihr Interesse an der Tagungsreihe GeoMonitoring ergibt sich aus ihren Tätigkeiten in Landes- und Bundesbehörden, mittelständischen Ingenieurunternehmen, Firmen der Rohstoffindustrie sowie in Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen:

http://www.geo-monitoring.org/Tagung2018/tagung2018.html

Christian Ernst | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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