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Konservierende Bodenbearbeitung: Fachtagung diskutiert veränderte Pflanzenschutzstrategien

08.01.2019

Do 17.1.2019, 10:30 Uhr: Fachtagung zu Pflanzenschutzstrategien bei konservierender Bodenbearbeitung / Uni Hohenheim, Euroforum, Kirchnerstr. 3, 70599 Stuttgart

Ackerbau ohne Pflug hat viele Vorteile: Die Bodenstruktur bleibt besser erhalten, die biologische Aktivität in den Böden steigt, die Gefahr von Erosionen sinkt, auch Trockenphasen überstehen die Bestände besser.


Doch es gibt auch Nachteile: Unkräuter können sich zu problematischen Beständen entwickeln – und erfordern eine veränderte Pflanzenschutzstrategie.

Was das für die Betriebe bedeutet, ist Thema einer Fachtagung am Donnerstag, 17.1.2019 an der Universität Hohenheim in Stuttgart, zu der der Arbeitskreis Konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat Baden-Württemberg einlädt.

Auf 40 Prozent der Ackerfläche in Deutschland setzen die Landwirte mindestens teilweise auf konservierende Bodenbearbeitung und verzichten auf den Pflug. Der Boden wird dabei nur mit nichtwendenden Geräten wie Grubber oder Egge bearbeitet. Direktsaat ganz ohne Bodenbearbeitung gibt es nur auf rund einem Prozent des Ackerlandes (Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2016).

„Die konservierende Bodenbearbeitung zielt darauf ab, möglichst viele Ernterückstände an der Bodenoberfläche zu belassen“, erklärt Prof. Dr. Ralf Vögele, Phytopathologe und Dekan der Fakultät Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim. „Das schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung. Organische Substanz kann sich anreichern, das Bodenleben wird gefördert.“

Doch die Medaille hat eine Kehrseite: „Insbesondere ausdauernde Unkräuter können sich stark vermehren“, so Prof. Dr. Vögele. „Das macht oft einen Einsatz von Herbiziden wie Glyphosat notwendig, um Unkräuter und auch Ausfallpflanzen zu kontrollieren.“ Durch Ernterückstände auf dem Boden könne zudem auch der Druck durch pilzliche Schaderreger steigen.

Fachtagung: „Pflanzenschutzmittel-Reduktionsstrategien bei konservierender Bodenbearbeitung und Direktsaat“

Am Donnerstag, 17.01.2019, lädt der Arbeitskreis Konservierende Bodenbearbeitung und Direktsaat Baden-Württemberg zu einer Fachtagung im Euroforum der Universität Hohenheim ein. Die Veranstaltung befasst sich unter anderem mit ökonomischen Konsequenzen von veränderten Pflanzenschutzstrategien, Precision Farming und mechanischer Unkrautbekämpfung und mit einem Betriebskonzept zur Reduzierung und Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes.

Die Tagung veranstaltet die Universität Hohenheim gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tagungs-Programm

10:30 Uhr Begrüßungen
• Prof. Dr. Ralf Vögele, Dekan Fakultät Agrarwissenschaften, Universität Hohenheim
• Thomas Berrer, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• Klaus Keppler, Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung
• Prof. Dr. Carola Pekrun, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

10.45 Uhr Ökonomische Konsequenzen veränderter Pflanzenschutzstrategien in der Landwirtschaft
Prof. Dr. Enno Bahrs, Universität Hohenheim

11.30 Uhr Precision Farming und mechanische Unkrautbekämpfung
Prof. Dr. Roland Gerhards, Universität Hohenheim

12.15 Uhr Mehr Pflanzenbau – weniger Pflanzenschutz – auch bei Pflugverzicht?
Prof. Dr. Bernhard Schäfer, Fachhochschule Südwestfalen Soest

Moderation Vormittagssektion: Dr. Wilfried Hermann, Universität Hohenheim

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Technologische Entwicklungen zur Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes
Dr. Heinz-Gerd Wegkamp, BASF SE

14.45 Uhr Betriebskonzept zur Reduzierung und Optimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes
Burkhard Fromme, Landwirt

15.30 Uhr Reduktion des Herbizideinsatzes – Konsequenzen für die Resistenzentwicklung
Prof. Dr. Jan Petersen, Fachhochschule Bingen

16.15 Uhr Abschlussdiskussion
Prof. Dr. Carola Pekrun, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Moderation Nachmittagssektion: Klaus Keppler, Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung

Die Veranstaltung endet gegen 16:30 Uhr.

Weitere Informationen
https://bit.ly/2R5BZdz

Zu den Pressemitteilungen der Universität Hohenheim
https://www.uni-hohenheim.de/presse

Text: Elsner

Elsner | Universität Hohenheim

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