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Internationales Zentrum für nachhaltige Chemie ISC3: Gemeinsam die Chemie der Zukunft gestalten

17.05.2017

Mit einer internationalen Konferenz in Berlin am 17. und 18. Mai 2017 und dem Thema „Mainstreaming Sustainable Chemistry“ geht das International Sustainable Chemistry Collaborative Center (ISC3) an den Start. Das Zentrum soll in der Chemie weltweit neues Denken, Innovationen, Kooperationen und Geschäftsmodelle anstoßen, um dem Konzept der nachhaltigen Chemie weltweit zum Durchbruch zu verhelfen, die Kreislaufwirtschaft voranzubringen und eine nachhaltige Ressourcennutzung zu bewirken.

Friedrich Barth, Managing Director des ISC3: ”Die Chemie steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: im Grunde genommen muss sie sich neu erfinden, um den Weg in die Kreislaufwirtschaft zu gehen. Dabei entstehen neue Geschäftschancen, neue Arbeitsplätze und die UN Nachhaltigkeitsziele können überall erreicht werden. Das ISC3 hat sich als Ziel gesetzt, diese Transformation mit allen Akteuren gemeinsam zu gestalten.“


Das ISC3 soll nachhaltige Chemie weltweit fördern und vernetzen

Das ISC3 versteht sich als eigenständige und unabhängige internationale Institution. Es betreibt eine Wissensplattform, ein Experten-Netzwerk, bietet vor allem für Entwicklungsländer Trainings und Unterstützung bei der Implementierung an, betreibt „Innovation-Scouting“ für neue Technologien, neue Verfahren und neue Geschäftsmodelle.

Es ist Partner der Industrie, der Politik, der Zivilgesellschaft und der Forschung und bringt die verschiedenen Akteure zusammen, um gemeinsam neue Lösungen für den Klimaschutz, die Energieversorgung, die Mobilität und die Nahrungsmittelversorgung zu finden.

Der Hauptsitz des ISC3 ist in Bonn und der Träger wird die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH sein. Ferner ist beabsichtigt, ein wissenschaftliches Zentrum, den „ISC3 Research Hub“, bei der Leuphana Universität in Lüneburg einzurichten sowie ein Innovationszentrum, den „ISC3 Innovation Hub“, bei der DECHEMA in Frankfurt. Während der Konferenz wird das ISCnet als weltweites Netzwerk für alle Akteure der nachhaltigen Chemie vorgestellt.

Nachhaltige Chemie will ein neues Systemdenken etablieren, das sich an Kreisläufen orientiert und den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Prozessen im Auge hat. Sie prüft den Einsatz von umwelt- und sozialverträglichen Alternativen und fördert wirtschaftliche Innovationen.

Nachhaltige Chemie kann damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten und den Aufbau einer langfristig tragfähigen und umweltverträglichen Wirtschaft weltweit und in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern.

Weitere Informationen:

http://www.isc3.org

Dr. Kathrin Rübberdt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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