Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Experten für Multiples Myelom treffen sich in Würzburg

07.03.2016

Am 11. und 12. März dieses Jahres findet in Würzburg eine international hochkarätig besetzte Konferenz zum aktuellen Wissensstand in der Bekämpfung des Multiplen Myeloms statt. Bei der Erforschung und Behandlung dieser bösartigen Untergruppe des Lymphknotenkrebses zählen die Würzburger Universität und das Uniklinikum Würzburg zur weltweiten Spitzengruppe.

Am 11. und 12. März 2016 trifft sich die US-amerikanische und europäische Forschungselite zu Multiplem Myelom (MM) zum Wissensaustausch in Würzburg. Das MM ist eine Untergruppe des Lymphknotenkrebses. Bei den meisten Patienten kann die bösartige Erkrankung der Plasmazellen bislang nicht geheilt werden.


Der dritte Würzburger Myelom-Workshop thematisiert topaktuelle Aspekte rund um die bösartige Erkrankung.

Bilder: ASH Image Bank (2), Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des UKW (1)

Organisiert wird der dritte Würzburger Myelom-Workshop von der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM) sowie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). „Die Veranstaltung wird sowohl Licht auf laborexperimentelle Untersuchungen, als auch auf patientennahe und klinische Forschung werfen“, kündigt Prof. Dr. Stefan Knop von der Wilhelm Sander-Therapieeinheit Multiples Myelom des UKW an.

Aktuelles aus Therapie und Forschung

Am ersten Tag des Workshops stehen unter anderem besondere Manifestationen des Myeloms im Fokus. Die Experten – unter ihnen Prof. C. Ola Landgren vom renommierten New Yorker Memorial Sloan Kettering Cancer Center – werden die Herausforderungen und die Entwicklungen in deren Therapie diskutieren. Außerdem werden sie Techniken der modernen Bildgebung beim MM vorstellen sowie Aspekte der Knochenbeteiligung und ihre Behandlungsoptionen beleuchten.

Am Samstag, 12. März, geht es mit grundwissenschaftlichen Aspekten zur Tumorbiologie weiter. Diese brachten gerade in den letzten beiden Jahren das Verständnis zur Komplexität der Erkrankung massiv voran.

Weiterhin werden sich die internationalen Spezialisten über neue Strategien, vor allem über immuntherapeutische Ansätze, austauschen. „Hier sind wir besonders stolz, Prof. Rafael Fonseca von der US-amerikanischen Mayo-Clinic in Scottsdale und Prof. Sagar Lonial vom Universitätsklinikum in Atlanta/USA unter uns zu haben“, freut sich Prof. Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW.

Überblick über Studienprojekte

Der zweite Tag umfasst zudem ein auf die Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom bezogenes Treffen. Dabei wird zunächst über die kürzlich abgeschlossenen und die laufenden Protokolle berichtet. Es folgt ein Überblick über die im Kontext der klinischen Studien laufenden und geplanten translationalen Projekte.

Neben den US-amerikanischen Spezialisten und den Würzburger Gastgebern werden auch die federführenden europäischen Studiengruppen und Forschungsinstitute beim Workshop vertreten sein, zum Beispiel Prof. Martínez López aus Madrid/Spanien, Prof. Heinz Ludwig und Dr. Wolfgang Willenbacher aus Innsbruck/Österreich, Prof. Evangelos Terpos aus Athen/Griechenland, Prof. Antonio Palumbo aus Turin/Italien sowie Prof. Henk Lokhorst aus Amsterdam/Niederlande.

Ziel: Zusammenarbeit noch intensivieren

„Wir erwarten uns vom Workshop unter anderem eine Vertiefung der Kooperationen mit den eingeladenen Referenten und ihren Institutionen. Gegenstand entsprechender Gespräche sind beispielsweise ein präklinisches, immuntherapeutisches Projekt mit spanischen Zentren sowie eine Therapiestudie zur allogenen Transplantation unter Würzburger Federführung mit niederländischen und belgischen Kliniken“, schildert Prof. Einsele.

Veranstaltungsort des Workshops ist neben dem Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin des UKW auch der exquisite Fürstensaal der Würzburger Residenz. Das detaillierte Programm kann als PDF abgerufen werden unter www.medizin2.ukw.de , Rubrik „Veranstaltungen“.

Hinweis für Medienvertreter
Während die offizielle Anmeldung zum Workshop bereits abgeschlossen ist, ist eine Teilnahme für Medienvertreter sowie die Organisation von Experteninterviews noch möglich.

Interessierte Journalisten kontaktieren hierzu Gabriele Nelkenstock unter E-Mail mail@gundn-eventmanagement.de oder Tel: 0171-1222017.

Susanne Just | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.ukw.de

Weitere Berichte zu: Multiples Myelom Myelom Transplantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Doc Data – warum Daten Leben retten können
14.06.2019 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019
13.06.2019 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Im Focus: Schwerefeldbestimmung der Erde so genau wie noch nie

Forschende der TU Graz berechneten aus 1,16 Milliarden Satellitendaten das bislang genaueste Schwerefeldmodell der Erde. Es liefert wertvolles Wissen für die Klimaforschung.

Die Erdanziehungskraft schwankt von Ort zu Ort. Dieses Phänomen nutzen Geodäsie-Fachleute, um geodynamische und klimatologische Prozesse zu beobachten....

Im Focus: Determining the Earth’s gravity field more accurately than ever before

Researchers at TU Graz calculate the most accurate gravity field determination of the Earth using 1.16 billion satellite measurements. This yields valuable knowledge for climate research.

The Earth’s gravity fluctuates from place to place. Geodesists use this phenomenon to observe geodynamic and climatological processes. Using...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Materialmikroskopie

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

German Innovation Award für Rittal VX25 Schaltschranksystem

14.06.2019 | Förderungen Preise

Fraunhofer SCAI und Uni Bonn zeigen innovative Anwendungen und Software für das High Performance Computing

14.06.2019 | Messenachrichten

Autonomes Premiumtaxi sofort oder warten auf den selbstfahrenden Minibus?

14.06.2019 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics