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Innovative Arzneimittel im Fokus

31.01.2017

Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ mit Verleihung des Klaus-Grohe-Preises in Bern

Vom 12. bis zum 15. Februar findet an der Universität Bern die internationale Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ statt. Rund 150 Besucher werden zu der Veranstaltung erwartet, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCS) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) durchführt. Im Rahmen der Tagung werden außerdem zwei Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie ausgezeichnet.

Medizinische Chemiker befassen sich fachübergreifend mit biologisch aktiven Substanzen und untersuchen, wie deren Wirkungsmechanismen funktionieren. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzen sie, um neue, wirksame Arzneistoffen zu finden. Welche Fortschritte in der medizinischen Chemie in der jüngsten Vergangenheit gelungen sind und welche Forschungsarbeiten kurz vor dem Durchbruch stehen, ist Thema der jährlich stattfindenden Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“.

Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler erhalten in Bern den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Die Auszeichnung wird von der Klaus-Grohe-Stiftung für medizinische Chemie verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Preisträger sind Dr. Tristan Gollnest, der an der Universität Hamburg promoviert hat, und Dr. Cedric L. Hugelshofer, der seine Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität München angefertigt hat. Beide Preisträger berichten im Anschluss an die Verleihung von ihrer Forschung.

Auch der mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis in Medizinischer/Pharmazeutischer Chemie wird im Rahmen der Tagung vergeben. Die gemeinsame Auszeichnung der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie und der Fachgruppe Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft erhält in diesem Jahr Professorin Dr. Anna K. H. Hirsch, Universität Groningen, für ihre wegweisende Forschung zum strukturbasierten Wirkstoffdesign und für die Entdeckung von kleinmolekularen Inhibitoren.

Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Medizinischen/Pharmazeutischen Chemie wird seit 2013 von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie jährlich an drei Wissenschaftler verliehen, die jeweils 500 Euro als Preisgeld erhalten. 2017 sind dies Dr. Patrick Mäder, Universität Marburg, Dr. Roman Sommer, Universität Konstanz, und Dr. Norbert Furtmann, Universität Bonn. Auch sie werden ihre Arbeiten in Vorträgen vorstellen.

Weitere Informationen finden sich unter: http://www.gdch.de/medchem2017.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Es sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

Weitere Informationen:

http://www.gdch.de
http://www.gdch.de/medchem2017

Dr. Karin J. Schmitz | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

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